CHRISTLICHE HEUCHELEI Folge 3
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- SKLAVEREI, MISSIONIERUNG UND RASSISMUS
Christliche Missionare segneten Schiffe, die Menschen versklavten. Sie nannten es „Zivilisation“, in Wahrheit war es Unterwerfung. Noch heute predigt die Union Moral, während sie Geflüchtete abschiebt und Mauern baut.
Das nennt sich dann „christliche Verantwortung“.
Tim Falkenrot
Ich bin Tim Falkenrot. Ich schreibe über Politik, Gesellschaft, Medien und über die Entwicklungen, die mir in unserer Gesellschaft zunehmend Sorgen machen.
Dabei geht es mir nicht darum, jedem zu gefallen oder mich irgendwo bequem einzusortieren. Ich habe eine klare politische Haltung und stehe zu ihr. Ich bin antifaschistisch, sozial orientiert und überzeugt davon, dass eine demokratische Gesellschaft mehr braucht als das bloße Abgeben eines Stimmzettels alle paar Jahre.
Mich interessiert vor allem, was hinter politischen Schlagworten und einfachen Antworten steckt. Wie entstehen politische Erzählungen? Warum funktionieren bestimmte Botschaften so gut? Warum glauben Menschen Behauptungen, die einer einfachen Überprüfung kaum standhalten? Und welche Rolle spielen soziale Medien dabei?
Gerade die Entwicklung der vergangenen Jahre hat mir gezeigt, wie schnell aus einzelnen Behauptungen ganze Weltbilder entstehen können. Algorithmen belohnen Aufmerksamkeit, Empörung und Zuspitzung. Wer immer wieder ähnliche Inhalte konsumiert, landet nicht selten in einer digitalen Blase, in der irgendwann jede neue Behauptung zur vermeintlichen Bestätigung der eigenen Sichtweise wird.
Genau dort möchte ich genauer hinschauen.
Ich beschäftige mich deshalb intensiv mit rechter Kommunikation, der AfD, rechten Influencern und den Mediennetzwerken, die politische Inhalte verbreiten und miteinander verbinden. Dabei interessiert mich nicht nur die offensichtliche Hetze. Spannender sind oft die scheinbar harmlosen Übergänge: der vermeintlich „kritische“ Beitrag, die geschickt platzierte Halbwahrheit, das Video mit dem seriösen Anstrich oder der Influencer, der sich selbst als unabhängigen Aufklärer präsentiert.
Aber Widerspruch bedeutet für mich nicht, die eigene politische Seite von jeder Kritik auszunehmen. Auch linke Politik und linke Bewegungen müssen sich Kritik gefallen lassen. Politische Haltung bedeutet für mich nicht, eine eigene Bubble gegen jede Einordnung zu verteidigen. Sie bedeutet auch, Fehler zu erkennen, unbequeme Fragen auszuhalten und die eigene Position gelegentlich zu überprüfen.
Ich komme dabei nicht aus einer politischen Elfenbeinturm-Perspektive. Mein Blick auf Politik ist stark durch meinen Alltag und meine Erfahrungen als Arbeitnehmer geprägt. Arbeit, soziale Gerechtigkeit, Löhne, Tarifpolitik, Mitbestimmung und die Frage, wie politische Entscheidungen tatsächlich im Leben ganz normaler Menschen ankommen, gehören deshalb genauso zu meinen Themen.
Ich erhebe dabei keinen Anspruch darauf, die Welt allein erklären zu können. Aber ich möchte genauer hinschauen, Fragen stellen und dort widersprechen, wo aus Vereinfachung Manipulation wird und aus Meinung vermeintliche Wahrheit.
Klar denken. Haltung zeigen. Widerspruch wagen.
Das ist Falkenrot.
„Wo Meinung als Wahrheit verkauft wird, beginnt für mich der Widerspruch.“ Tim Falkenrot

