Dieses Glossar ist der kleine Giftschrank von Viktor.

Erklärungen für Begriffe, die du nie hinterfragt hast – aber solltest. Ein unvollständiges Wörterbuch des Wahnsinns.
Hier werden Begriffe gesammelt, seziert, entstaubt, angezündet und anschließend mit leicht hochgezogener Augenbraue wieder ins Regal gestellt. Es geht um Wörter, die im Alltag herumstehen wie herrenlose Einkaufswagen: jeder sieht sie, jeder nutzt sie irgendwie, aber kaum jemand fragt, warum sie plötzlich mitten auf der Straße liegen.
Es ist ein Wörterbuch für alle, die Sprache gern benutzen, bevor Sprache sie benutzt. Eine Sammlung von Begriffen, die helfen, den täglichen Irrsinn genauer zu benennen – denn sobald etwas einen Namen hat, wirkt es wenigstens für einen kurzen Moment weniger wie Schicksal und mehr wie ein besonders schlecht gewartetes Gesellschaftsproblem
Eine Rückgabe an die Sprache ist ausgeschlossen.
Alternative FaktenAlternative Fakten (Substantiv, feminin) Das geistige Fluchtparadies für jene, die die Realität als persönlichen Affront betrachten. Hier wird die Welt nach dem Baukastenprinzip neu erschaffen – mit Reptiloiden, Chemtrails, und Regierungen ... → Weiterlesen
Alternative Fakten (Substantiv, feminin)
Das geistige Fluchtparadies für jene, die die Realität als persönlichen Affront betrachten. Hier wird die Welt nach dem Baukastenprinzip neu erschaffen – mit Reptiloiden, Chemtrails, und Regierungen, die heimlich Chips in Kaugummis packen. Konsequenzen? Gibt’s nicht, denn „das sieht jeder anders“. Ein Spielplatz für Leute, die zu viel Misstrauen und zu wenig Bildung in die Waagschale werfen. Wären sie nicht so tragisch, könnte man sie fast für Satire halten – aber Satire ist klüger.
← EinklappenAluhutAluhut (Substantiv, maskulin) Der unverzichtbare Kopfschmuck für alle, die glauben, dass 5G ihnen das Hirn frittiert. Der Aluhut schützt nicht nur vor Strahlung, sondern auch vor gesundem Menschenverstand und kritischem Denken. Er ist das Markenzeichen ... → Weiterlesen
Aluhut (Substantiv, maskulin)
Der unverzichtbare Kopfschmuck für alle, die glauben, dass 5G ihnen das Hirn frittiert. Der Aluhut schützt nicht nur vor Strahlung, sondern auch vor gesundem Menschenverstand und kritischem Denken. Er ist das Markenzeichen aller, die fest davon überzeugt sind, dass Bill Gates in ihrer Zahnpasta versteckt ist.
Ob aus Aluminiumfolie oder Tupperware – Hauptsache, er sitzt fest und hält die Wahrheit drinnen und die Realität draußen.
ApparatschickApparatschik (Substantiv, maskulin) Ein Apparatschik ist kein Visionär, kein Macher, kein Mensch mit Prinzipien – sondern ein karrierefixierten Politiker, der sich mit kalter Berechnung durch die Maschinerie der Macht schlängelt. Ursprünglich ... → Weiterlesen
Apparatschik (Substantiv, maskulin)
Ein Apparatschik ist kein Visionär, kein Macher, kein Mensch mit Prinzipien – sondern ein karrierefixierten Politiker, der sich mit kalter Berechnung durch die Maschinerie der Macht schlängelt. Ursprünglich aus der Sowjetunion stammend, bezeichnet der Begriff einen Parteisoldaten, der nicht durch Ideen, sondern durch bedingungslose Anpassung und Seilschaften Karriere macht. Ein Apparatschik ist ein Zahnrad im Getriebe der Macht – auswechselbar, aber unkaputtbar, solange er sich den richtigen Leuten andient. Heute wird „Apparatschik“ oft für Politiker oder Bürokraten verwendet, die ihre Karriere nicht durch Kompetenz, sondern durch geschicktes Taktieren und Intrigen aufgebaut haben.
Typische Merkmale: Stur nach oben buckeln, nach unten treten, jede Meinung vertreten, solange sie der eigenen Karriere dient. Apparatschiks haben keine Überzeugungen, sondern nur Strategien. Sie überleben jede Krise, jeden Kurswechsel, jeden Skandal – weil sie genau das sind: Überlebenskünstler in der politisch-moralischen Ödnis.
Beispiel: „Friedrich Merz wirkt gerne wie ein unabhängiger Denker, ist aber in Wahrheit ein klassischer Apparatschik – jemand, der sich seit Jahrzehnten im Machtapparat bewegt und seine Position durch Opportunismus sichert.“
← EinklappenAufgewachterAufgewachter (Substantiv, maskulin) Diese wandelnde Katastrophe von Selbstüberschätzung, die glaubt, in ein paar Minuten Video mehr gelernt zu haben als jeder Wissenschaftler in einem Jahrzehnt Forschung. Sie sind die Helden des Internets ... → Weiterlesen
Aufgewachter (Substantiv, maskulin)
Diese wandelnde Katastrophe von Selbstüberschätzung, die glaubt, in ein paar Minuten Video mehr gelernt zu haben als jeder Wissenschaftler in einem Jahrzehnt Forschung. Sie sind die Helden des Internets: Ohne Ahnung, aber immer mit einem Mundwerk so groß wie ihr Ego. Ihre größte Leistung? Das völlige Scheitern, sich selbst als inkompetent zu erkennen.
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Boomer (Substantiv, maskulin/feminin)
Eine Spezies aus einer vergangenen Ära, die sich selbst für das Maß aller Dinge hält. Mit einer beneidenswerten Mischung aus Nostalgie und Ignoranz erzählen sie Geschichten von „früher war alles besser“, während sie mit letzter Kraft versuchen, den Router zu resetten. Boomer haben eine bemerkenswerte Gabe, komplexe Probleme auf simplifizierte, völlig falsche Lösungen herunterzubrechen und dabei mit einer Selbstgewissheit aufzutreten, die ihresgleichen sucht. Sie sind die unerschütterlichen Verteidiger des Faxgeräts und glauben, dass ein Emoji eine wissenschaftliche Studie ersetzen kann.
Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind Boomer nicht einfach nur alt, sondern eine Geisteshaltung – ein monumentales Denkmal an Widerstand gegen Veränderung, verpackt in beige Hosen und kombiniert mit einer tiefen Abneigung gegen alles, was nach Fortschritt riecht.
← EinklappenCancel CultureCancel Culture (Substantiv, feminin) Das gefürchtete Endgegner-Level aller Pseudo-Intellektuellen, die glauben, dass sie in einem Gulag landen, wenn ihnen jemand auf Twitter widerspricht. Cancel Culture ist der perfekte Sündenbock für alles ... → Weiterlesen
Cancel Culture (Substantiv, feminin)
Das gefürchtete Endgegner-Level aller Pseudo-Intellektuellen, die glauben, dass sie in einem Gulag landen, wenn ihnen jemand auf Twitter widerspricht. Cancel Culture ist der perfekte Sündenbock für alles: Von schlechten Witzen bis hin zu tatsächlich katastrophalen Fehltritten – wenn du gecancelt wirst, bist du plötzlich ein Märtyrer der Meinungsfreiheit und kein peinlicher Trottel mehr.
In Wahrheit ist Cancel Culture nichts anderes als die schmerzhafte Erkenntnis, dass die eigene Meinung nicht sakrosankt ist und Konsequenzen existieren. Doch anstatt daraus zu lernen, wird lieber rumgejammert – natürlich in Talkshows und auf Bestsellerlisten.
Beispielsatz: „Mein Chef hat mich gefeuert, weil ich dauernd zu spät komme – verdammte Cancel Culture!“
← EinklappenChakrenreinigungChakrenreinigung (Substantiv, feminin) Chakrenreinigung ist wie energetisches Rohrfrei für den Seelenabfluss. Angeblich besitzen wir sieben Energiewirbel im Körper, die sich „blockieren“ können – durch schlechte Laune, schlechte Ernährung oder ... → Weiterlesen
Chakrenreinigung (Substantiv, feminin)
Chakrenreinigung ist wie energetisches Rohrfrei für den Seelenabfluss. Angeblich besitzen wir sieben Energiewirbel im Körper, die sich „blockieren“ können – durch schlechte Laune, schlechte Ernährung oder zu viel Realität. Um die wieder freizumachen, braucht es dann Klangschalen, Pendel, Lichtwesen oder eine fremde Person, die einem mit geschlossenen Augen und bedeutungsvoller Miene über den Bauch fuchtelt.
Die Reinigung selbst besteht meist aus spirituellem Streicheln mit pseudotiefer Musik im Hintergrund, gefolgt von der Rechnung. Das Ganze wirkt wie eine Mischung aus tantrischem Fingerspitzengefühl und Placebo mit Esoterik-Gütesiegel. Wer das regelmäßig macht, glaubt auch, dass die Aura WLAN hat und der Darm mit dem Universum spricht. Besonders beliebt bei Menschen, die „energetisch nicht im Flow“ sind, aber genug Geld haben, um sich die innere Leere mit Klangöl einzureiben.
Beispielsatz:
„Nach ihrer Chakrenreinigung hat sich Sabine viel leichter gefühlt – vor allem um 300 Euro.“
Confirmation BiasConfirmation Bias (Substantiv, maskulin) Der unsichtbare Cheerleader des eigenen Egos. Es ist die wundervolle Gabe, nur jene Informationen wahrzunehmen, die die eigene Meinung bestätigen, während alle gegenteiligen Fakten als „Fake News“ abgetan ... → Weiterlesen
Confirmation Bias (Substantiv, maskulin)
Der unsichtbare Cheerleader des eigenen Egos. Es ist die wundervolle Gabe, nur jene Informationen wahrzunehmen, die die eigene Meinung bestätigen, während alle gegenteiligen Fakten als „Fake News“ abgetan werden. Wer Confirmation Bias beherrscht, lebt in einer Filterblase der Unfehlbarkeit, in der Widersprüche niemals existieren – oder einfach ignoriert werden. Sehr praktisch, aber nicht sonderlich hilfreich für die Realität.
← EinklappenDeppensmileyDeppensmiley (Substantiv, maskulin) Ein gelbes, grinsendes Emoji, das typischerweise von Menschen verwendet wird, die intellektuell überfordert sind, sich aber dennoch in Diskussionen einmischen möchten. Anstatt sich mit Argumenten oder logischen ... → Weiterlesen
Deppensmiley (Substantiv, maskulin)
Ein gelbes, grinsendes Emoji, das typischerweise von Menschen verwendet wird, die intellektuell überfordert sind, sich aber dennoch in Diskussionen einmischen möchten. Anstatt sich mit Argumenten oder logischen Gedanken zu beteiligen, greift der Absender zum „Deppensmiley“, um seine Unfähigkeit zu kaschieren und sich gleichzeitig als überlegen darzustellen. In Wirklichkeit enthüllt das Smiley jedoch die Schwäche des Absenders: das Fehlen von Substanz und die Unfähigkeit, sich konstruktiv in einer Debatte zu behaupten. Es ist das Symbol der Wahl für all jene, die lieber passiv-aggressiv sticheln, anstatt sich auf eine echte Auseinandersetzung einzulassen. Ein digitales Manifest der Einfallslosigkeit und des Mangels an rhetorischer Schlagkraft.
← EinklappenDoppelstandardDoppelstandard (Substantiv, maskulin) Das goldene Regelwerk der Heuchler. Doppelstandards ermöglichen es, genau das Verhalten zu kritisieren, das man selbst mit Inbrunst praktiziert – aber natürlich nur, wenn es der „falsche“ tut. Die Moral ... → Weiterlesen
Doppelstandard (Substantiv, maskulin)
Das goldene Regelwerk der Heuchler. Doppelstandards ermöglichen es, genau das Verhalten zu kritisieren, das man selbst mit Inbrunst praktiziert – aber natürlich nur, wenn es der „falsche“ tut. Die Moral ist dabei so flexibel wie ein Gymnastikband: Heute verteidigt man Grundwerte, morgen tritt man sie mit Anlauf in die Tonne – je nachdem, wer gerade zuschaut.
In der Politik ist der Doppelstandard ein Allzweckwerkzeug, das wahlweise als Waffe oder Schutzschild dient. Während die einen für sich Toleranz einfordern, gönnen sie anderen nicht mal den Dreck unter den Fingernägeln. Konsequenz? Fehlanzeige.
Beispielsatz: „Ich bin ja für Meinungsfreiheit, aber nur solange die Meinung nicht gegen mich geht.“
← EinklappenDullieDullie (Substantiv, maskulin) Ein freundlicher Ausdruck für jemanden, der in Sachen Scharfsinn etwa so weit kommt wie ein Holzhammer in der Glasbläserei. Dullies verstehen die Welt in groben Zügen, oft ohne Feingefühl für Details oder Kontext ... → Weiterlesen
Dullie (Substantiv, maskulin)
Ein freundlicher Ausdruck für jemanden, der in Sachen Scharfsinn etwa so weit kommt wie ein Holzhammer in der Glasbläserei. Dullies verstehen die Welt in groben Zügen, oft ohne Feingefühl für Details oder Kontext. Sie sind die Meister darin, einfache Sachverhalte in völliger Ahnungslosigkeit zu verdrehen und dennoch darauf zu beharren, dass sie den Durchblick haben – ganz im Sinne von: „Mit festem Griff am Steuerrad direkt in die Sackgasse.“
← EinklappenDunning-Kruger-EffektDunning-Kruger-Effekt (Substantiv, maskulin) Eine wundersame Krankheit, bei der die Betroffenen am wenigsten wissen und dennoch am lautesten schreien. Ihre Inkompetenz ist ihr größter Stolz, und sie sind fest davon überzeugt, dass ihre katastrophalen ... → Weiterlesen
Dunning-Kruger-Effekt (Substantiv, maskulin)
Eine wundersame Krankheit, bei der die Betroffenen am wenigsten wissen und dennoch am lautesten schreien. Ihre Inkompetenz ist ihr größter Stolz, und sie sind fest davon überzeugt, dass ihre katastrophalen Fehleinschätzungen Beweis für überlegene Intelligenz sind. Erkenntnis? Fehlanzeige.
← EinklappenEchokammerEchokammer (Substantiv, feminin) Der perfekte Zufluchtsort für jene, die ihre eigene Meinung hören wollen – und sonst nichts. Eine Echokammer ist der Ort, an dem selbst die absurdesten Ideen wie Wahrheit klingen, solange man sie oft genug wiederholt ... → Weiterlesen
Echokammer (Substantiv, feminin)
Der perfekte Zufluchtsort für jene, die ihre eigene Meinung hören wollen – und sonst nichts. Eine Echokammer ist der Ort, an dem selbst die absurdesten Ideen wie Wahrheit klingen, solange man sie oft genug wiederholt. Fakten sind hier so willkommen wie ein Feuerlöscher in der Hölle.
← EinklappenEhrenmannEhrenmann/Ehrenfrau (Substantiv, maskulin/feminin) Ein Ehrenmann oder eine Ehrenfrau ist das, was früher einfach „ein anständiger Mensch“ war – nur mit mehr Pathos, schlechteren Freunden und einem ungesunden Bedürfnis, für alles Applaus zu ... → Weiterlesen
Ehrenmann/Ehrenfrau (Substantiv, maskulin/feminin)
Ein Ehrenmann oder eine Ehrenfrau ist das, was früher einfach „ein anständiger Mensch“ war – nur mit mehr Pathos, schlechteren Freunden und einem ungesunden Bedürfnis, für alles Applaus zu bekommen. Sie halten Türen auf, melden sich freiwillig für die letzte Scheißarbeit und erwarten dann standing ovations auf Social Media. Denn wahre Ehre misst sich heute nicht mehr an Taten, sondern an Likes und geteilten Memes.
In einer Welt, in der moralische Standards so flexibel sind wie ein billiges USB-Kabel, ist der Ehrenmann das letzte Bollwerk gegen die Apokalypse – oder zumindest hält er sich dafür. Dabei reicht es, ein paar Banalitäten richtig zu machen, um in den Rang der Legende aufzusteigen.
Beispielsatz: „Kevin hat mir einen Kaugummi gegeben, als ich keinen hatte – absolute Ehrenmann-Aktion, Bro!“
← EinklappenEinsellnernEinsellnern (Verb, reflexiv) Sich in einem Anfall von gekränktem Stolz und übersteigerter Selbstwahrnehmung so sehr in die Opferrolle steigern, dass es beinahe peinlich wird. Einsellnern bedeutet, unter dramatischem Jammern und mit bebender ... → Weiterlesen
Einsellnern (Verb, reflexiv)
Sich in einem Anfall von gekränktem Stolz und übersteigerter Selbstwahrnehmung so sehr in die Opferrolle steigern, dass es beinahe peinlich wird. Einsellnern bedeutet, unter dramatischem Jammern und mit bebender Unterlippe zu verkünden, dass man unfair behandelt wurde – selbstverständlich ohne jede Selbstreflexion. Wer sich einsellnert, fühlt sich von allen missverstanden, sieht sich als tragischer Held im Kampf gegen imaginäre Feinde und droht dabei regelmäßig mit der ganz großen Abrechnung, die natürlich niemals kommt.
Das Prinzip ist simpel: Erst lauthals heulen, dann verschwörerisch raunen und am Ende beleidigt ins Schneckenhaus zurückziehen. Einsellnern ist der feuchte Traum aller, die gerne hart wirken würden, aber beim ersten Gegenwind anfangen zu plärren.
Beispielsatz: „Er wollte ein harter Kämpfer sein, doch als ihn jemand kritisierte, hat er sich erst mal ordentlich eingesellnert.“
← EinklappenEmotionEmotion (Substantiv, feminin) Die launischen Dirigenten unseres Lebensorchesters, die jede rationale Entscheidung sabotieren können. Sie springen aus den Büschen und übernehmen das Kommando, wenn man es am wenigsten erwartet – sei es im Supermarkt ... → Weiterlesen
Emotion (Substantiv, feminin)
Die launischen Dirigenten unseres Lebensorchesters, die jede rationale Entscheidung sabotieren können. Sie springen aus den Büschen und übernehmen das Kommando, wenn man es am wenigsten erwartet – sei es im Supermarkt, wenn das letzte Stück Kuchen weggeschnappt wird, oder bei der Online-Diskussion, wenn jemand den Lieblingsfilm schlechtredet. Obwohl sie chaotisch wirken, sind sie der Grund, warum das Leben nie langweilig wird. Zumindest nicht für die Umstehenden.
← EinklappenEmpörungskulturEmpörungskultur (Substantiv, feminin) Der schnelle Klick, die laute Forderung, das moralische Erdbeben – alles, weil jemand irgendwo irgendwas gesagt hat. Die Empörungskultur lebt vom Dauerbrennen: Jeden Tag eine neue Katastrophe, an die sich ... → Weiterlesen
Empörungskultur (Substantiv, feminin)
Der schnelle Klick, die laute Forderung, das moralische Erdbeben – alles, weil jemand irgendwo irgendwas gesagt hat. Die Empörungskultur lebt vom Dauerbrennen: Jeden Tag eine neue Katastrophe, an die sich niemand mehr in drei Tagen erinnern kann. Das Einzige, was wirklich bleibt, ist das Gefühl, ständig wütend sein zu müssen.
Die wahre Kunst der Empörungskultur liegt darin, stets empörter zu sein als die anderen. Schließlich reicht es nicht mehr, sich einfach nur aufzuregen – man muss auch hyperventilieren! Zwischen all den virtuellen Shitstorms bleibt kaum Zeit für echte Probleme, aber hey, Likes sind ja auch was wert.
Beispielsatz: „Du hast eine gendergerechte Sprache verwendet? Skandal! Ich bin empört, und das werde ich lautstark in meinem SUV twittern!“
← EinklappenEulogieEulogie (Substantiv, feminin) Im eigentlichen Sinn eine Lobesrede auf einen Verstorbenen, im erweiterten Sinne auch gerne mal eine überschwängliche Ansprache, die jemanden oder etwas feiert, das eigentlich längst beerdigt gehört – sei es eine ... → Weiterlesen
Eulogie (Substantiv, feminin)
Im eigentlichen Sinn eine Lobesrede auf einen Verstorbenen, im erweiterten Sinne auch gerne mal eine überschwängliche Ansprache, die jemanden oder etwas feiert, das eigentlich längst beerdigt gehört – sei es eine Idee, eine Bewegung oder ein längst überholtes Konzept. Eulogien sind die rhetorischen Rosenkränze derjenigen, die mit glänzenden Worten die Fassade wahren, während das Fundament längst bröckelt.
← EinklappenFake NewsFake News (Substantiv, feminin, Plural) Früher einfach nur „Lügen“ genannt, heute das ultimative Kampfmittel im Meinungskrieg. Fake News sind ein flexibler Begriff für alles, was einem nicht in den Kram passt – von wissenschaftlichen Studien ... → Weiterlesen
Fake News (Substantiv, feminin, Plural)
Früher einfach nur „Lügen“ genannt, heute das ultimative Kampfmittel im Meinungskrieg. Fake News sind ein flexibler Begriff für alles, was einem nicht in den Kram passt – von wissenschaftlichen Studien bis zu Wettervorhersagen. Ihr Erfolg basiert auf der goldenen Regel: Wenn es oft genug wiederholt wird, wird es wahr.
Einmal in die Welt gesetzt, verbreiten sich Fake News schneller als eine Grippe in einem Anti-Masken-Demo-Zelt.
FanboyFanboy (Substantiv, maskulin) Ein leidenschaftlicher Anhänger, der sein Lieblingsobjekt (sei es eine Marke, ein Promi oder eine Ideologie) bis zur Selbstverleugnung verteidigt. Für den Fanboy sind Kritiken Majestätsbeleidigungen, objektive ... → Weiterlesen
Fanboy (Substantiv, maskulin)
Ein leidenschaftlicher Anhänger, der sein Lieblingsobjekt (sei es eine Marke, ein Promi oder eine Ideologie) bis zur Selbstverleugnung verteidigt. Für den Fanboy sind Kritiken Majestätsbeleidigungen, objektive Argumente irrelevant, und jede noch so große Schwäche wird als Stärke umgedeutet. Fanboys sind die Fußsoldaten der modernen Tribalismen, die vor allem durch Blenden und Biegen der Realität glänzen – und dabei gnadenlos scheitern.
← EinklappenFlachspahnFlachspahn (Substantiv, maskulin, der) Person, die politische Oberflächen poliert, bis man den Abgrund nicht mehr sieht. Zwischen moralischer Selbstzufriedenheit und rhetorischer Rechthaberei zeigt sich der Flachspahner bevorzugt in Talkshows ... → Weiterlesen
Flachspahn (Substantiv, maskulin, der)
Person, die politische Oberflächen poliert, bis man den Abgrund nicht mehr sieht.
Zwischen moralischer Selbstzufriedenheit und rhetorischer Rechthaberei zeigt sich der Flachspahner bevorzugt in Talkshows – wenn Empathie simuliert, aber Privileg gesprochen wird.
Das Flachspahn-Prinzip besteht darin, soziale Probleme auf Stichworte zu reduzieren, bis sie klingen, als ließen sie sich durch „Mut zur Wahrheit“ lösen.
Ein Flachspahn glaubt, alles zu verstehen – vor allem sich selbst.
Oft anzutreffen in freier Wildbahn, flankiert von Begriffen wie „Leistung“, „Verantwortung“ und „Normalbürger“, die er wie Desinfektionsmittel gegen jedes Argument verteilt.
Beispielsatz:
„Er ist halt ein Flachspahner – dreckig, kalt, nutzlos.“
FramingFraming (Substantiv, neutrum) Die feine Kunst, Worte so zu drehen, dass sie passen, egal was die Realität sagt. Framing ist das Werkzeug der Wahl für Politiker, Medien und deinen nervigen Onkel auf Facebook. „Umstrukturierung“ statt Entlassung ... → Weiterlesen
Framing (Substantiv, neutrum)
Die feine Kunst, Worte so zu drehen, dass sie passen, egal was die Realität sagt. Framing ist das Werkzeug der Wahl für Politiker, Medien und deinen nervigen Onkel auf Facebook. „Umstrukturierung“ statt Entlassung, „Freiheitskonvoi“ statt randalierender Haufen – die richtigen Worte machen aus Unsinn plötzlich eine glorreiche Mission.
Framing bedeutet, die Wahrheit mit Zucker zu überziehen, bis selbst die bitterste Pille süß schmeckt.
Fridays for HubraumFridays for Hubraum (Substantiv, maskulin, Plural) Die letzte Bastion der blechernen Ignoranz. Während die Jugend für Klimaschutz kämpft, röhren die Fridays-for-Hubraum-Fans mit ihrem PS-Geschwader durchs Land und fühlen sich dabei wie Freiheitskämpfer ... → Weiterlesen
Fridays for Hubraum (Substantiv, maskulin, Plural)
Die letzte Bastion der blechernen Ignoranz. Während die Jugend für Klimaschutz kämpft, röhren die Fridays-for-Hubraum-Fans mit ihrem PS-Geschwader durchs Land und fühlen sich dabei wie Freiheitskämpfer. Freiheitskämpfer für ein Recht auf Abgase, Lärmbelästigung und ein Tempolimit von „keins“. Der Motor brüllt, das Hirn schweigt – so lässt es sich entspannt gegen den Klimawandel demonstrieren.
Die Lieblingsargumente dieser Bewegung sind so robust wie ihr Feinstaubausstoß: „Früher ging’s doch auch“ und „Die Grünen nehmen uns alles weg“. Rationales Denken ist hier genauso unerwünscht wie Tempolimits auf der Autobahn.
Beispielsatz: „Wenn Greta erst mal einen Führerschein hat, wird sie schon verstehen, warum ich meinen V8 liebe!“
← EinklappenGatekeepingGatekeeping (Substantiv, neutrum) Die selbsternannte Wächterfunktion über Themen, Interessen und Gruppen. Gatekeeper sind jene, die entscheiden, wer dazu gehört und wer nicht – meistens basierend auf völlig absurden Kriterien. Die Zugangskontrolle ... → Weiterlesen
Gatekeeping (Substantiv, neutrum)
Die selbsternannte Wächterfunktion über Themen, Interessen und Gruppen. Gatekeeper sind jene, die entscheiden, wer dazu gehört und wer nicht – meistens basierend auf völlig absurden Kriterien. Die Zugangskontrolle erfolgt durch Tests, die weder Sinn noch Verstand haben, aber perfekt dazu dienen, das eigene Ego zu polieren.
Ob Nerd-Kultur, Aktivismus oder Musikszenen – wer das Gatekeeping beherrscht, hat immer das letzte Wort. Denn nur echte Fans oder Experten dürfen mitreden, während alle anderen in der Warteschleife des Lebens versauern.
Beispielsatz: „Du kannst kein echter Antifaschist sein, wenn du nicht alle Reden von Rosa Luxemburg auswendig kannst!“
← EinklappenGenderwahnGenderwahn (Substantiv, maskulin) Die panische Angst davor, dass Sprache tatsächlich inklusiv sein könnte. Genderwahn ist das Lieblingswort aller, die meinen, dass das Binnen-I ihre Männlichkeit bedroht. Dabei ist die wahre Bedrohung nicht ... → Weiterlesen
Genderwahn (Substantiv, maskulin)
Die panische Angst davor, dass Sprache tatsächlich inklusiv sein könnte. Genderwahn ist das Lieblingswort aller, die meinen, dass das Binnen-I ihre Männlichkeit bedroht. Dabei ist die wahre Bedrohung nicht das Gendersternchen, sondern die Unfähigkeit, sich an eine sich verändernde Welt anzupassen.
Genderwahn bedeutet: Bloß keine Veränderung, außer beim Bierpreis.
GloboliGlobuli (Substantiv, Plural) Globuli sind wie Smarties für Erwachsene mit Realitätsverdrängung. Kleine, weiße Zuckerkügelchen, die angeblich heilende Informationen enthalten – also homöopathisch „potenzierte“ Wirkstoffe, die so oft verdünnt ... → Weiterlesen
Globuli (Substantiv, Plural)
Globuli sind wie Smarties für Erwachsene mit Realitätsverdrängung. Kleine, weiße Zuckerkügelchen, die angeblich heilende Informationen enthalten – also homöopathisch „potenzierte“ Wirkstoffe, die so oft verdünnt wurden, dass nicht mal ein einzelnes Molekül übrig bleibt. Was bleibt, ist Zucker. Und der Glaube daran, dass das Universum diesen Zucker irgendwie mit heilender Absicht aufgeladen hat.
Globuli sind das Fundament der Homöopathie-Religion: Sie schmecken nach nichts, helfen gegen nichts, aber kosten alles. Wer sie nimmt, vertraut nicht der Medizin, sondern der magischen Zuckerfee. Besonders beliebt bei wohlstandsverwöhnten Mittelstandsmüttern, die lieber Globuli gegen Masern geben, als zu impfen – Hauptsache, es fühlt sich natürlich an. Der Placeboeffekt ist real – aber die Selbstverblendung ist es auch.
Beispielsatz:
„Schantalle hat ihrem Hund Globuli gegen Tollwut gegeben – der Hund ist tot, aber Schantalle sagt, er ist energetisch total stabil gestorben.“
GruppendenkenGruppendenken (Substantiv, Neutrum) Die erstaunliche Fähigkeit einer Gruppe, kollektiv dissonanterzu werden, als die Summe ihrer Einzelteile. Eine Meisterleistung darin, sich in Widersprüche zu verstricken, während alle im Chor versichern ... → Weiterlesen
Gruppendenken (Substantiv, Neutrum)
Die erstaunliche Fähigkeit einer Gruppe, kollektiv dissonanterzu werden, als die Summe ihrer Einzelteile. Eine Meisterleistung darin, sich in Widersprüche zu verstricken, während alle im Chor versichern, dass alles in bester Ordnung ist.
Gruppendenken tritt in Erscheinung, wenn jeder meint, den anderen mit Ja-Sagerei beeindrucken zu müssen. Das Ergebnis? Kollektive Einigkeit über eine Idee, die alleine keinem Mitglied eingefallen wäre – aus gutem Grund. Wer widerspricht, ist sofort der Außenseiter, der den harmonischen Schwachsinn stört.
← EinklappenGutmenschGutmensch (Substantiv, maskulin/feminin) Die Lieblingsbeleidigung aller, die finden, dass Mitgefühl eine Schwäche ist. Der Gutmensch steht für all das, was Hater nicht sind: empathisch, tolerant und – oh Schreck – vielleicht sogar höflich. ... → Weiterlesen
Gutmensch (Substantiv, maskulin/feminin)
Die Lieblingsbeleidigung aller, die finden, dass Mitgefühl eine Schwäche ist. Der Gutmensch steht für all das, was Hater nicht sind: empathisch, tolerant und – oh Schreck – vielleicht sogar höflich. In den Augen der Weltverbitterten ist er der naive Trottel, der glaubt, die Welt könnte durch ein bisschen Freundlichkeit besser werden. Der wahre Horror für jeden selbsternannten Realisten, der Pessimismus für Weitsicht hält.
Natürlich ist der Gutmensch schuld an allem: Von der Flüchtlingskrise über den Genderstern bis hin zur Erderwärmung. Seine größte Sünde? Einfach kein Arschloch sein zu wollen.
Beispielsatz: „Klar, ich bin ein Gutmensch – du bist ja auch nur ein Arsch mit WLAN.“
← EinklappenHarmonieHarmonie (Substantiv, feminin) Ein seltener Zustand, der dann eintritt, wenn Menschen zufällig mal nicht versuchen, sich gegenseitig zu übertrumpfen oder zu belehren. Harmonie ist die Ruhe vor dem Sturm in jeder Diskussion, das Einverständnis ... → Weiterlesen
Harmonie (Substantiv, feminin)
Ein seltener Zustand, der dann eintritt, wenn Menschen zufällig mal nicht versuchen, sich gegenseitig zu übertrumpfen oder zu belehren. Harmonie ist die Ruhe vor dem Sturm in jeder Diskussion, das Einverständnis, dass wir uns einfach mal alle einig sind – zumindest so lange, bis jemand das Wort „aber“ in den Raum wirft. Harmonie ist schön, aber meistens nicht von Dauer.
← EinklappenHartnäckigkeitHartnäckigkeit (Substantiv, feminin) Hartnäckigkeit, vielleicht am besten illustriert durch das endlose Unterfangen eines gewissen Sisyphus – ja, genau der Typ, der den Felsbrocken den Berg hinaufrollt, nur um zuzusehen, wie dieser wieder hinabkullert ... → Weiterlesen
Hartnäckigkeit (Substantiv, feminin)
Hartnäckigkeit, vielleicht am besten illustriert durch das endlose Unterfangen eines gewissen Sisyphus – ja, genau der Typ, der den Felsbrocken den Berg hinaufrollt, nur um zuzusehen, wie dieser wieder hinabkullert. Doch könnte dieser Akt nicht bloß eine Strafe sein, sondern eine Lehrstunde in Beharrlichkeit.
Stellen Sie sich Sisyphus vor, der mit einem Augenzwinkern und dem stoischen Wissen, dass der nächste Versuch den Stein vielleicht ein Stückchen höher bringt, immer wieder von Neuem beginnt. In dieser Welt ist Hartnäckigkeit weniger eine endlose Qual als vielmehr ein Beweis dafür, dass selbst die scheinbar sinnlosesten Aufgaben ihren Wert haben, wenn man sie nur mit genügend Humor und einer Prise Sturheit angeht.
Denn was ist das Leben anderes als eine Serie von Steinen, die es zu bewegen gilt, mit der geheimen Hoffnung, dass einer davon, eines Tages, oben bleibt?
← EinklappenHeilwasserHeilwasser (Substantiv, sächlich) Heilwasser ist wie normales Wasser – nur teurer, blöder und mit eingebildeter Aura. Ob als Mondwasser, Kristallwasser oder Quantenplörre: Es ist H₂O, das angeblich energetisiert wurde, weil ein Stein danebenlag ... → Weiterlesen
Heilwasser (Substantiv, sächlich)
Heilwasser ist wie normales Wasser – nur teurer, blöder und mit eingebildeter Aura. Ob als Mondwasser, Kristallwasser oder Quantenplörre: Es ist H₂O, das angeblich energetisiert wurde, weil ein Stein danebenlag, ein Vollmond draufgeschienen hat oder ein esoterischer Alchemist es mit „positiver Intention“ besprochen hat. Kurz: Wasser mit eingebautem Versprechen, dass du dir das Denken sparen kannst, solange du dran glaubst – und bezahlst.
Die Anhänger trinken es wie ein Sakrament aus der Klapse der Wohlstandsverwirrten. Sie glauben ernsthaft, dass Wasser „Informationen speichert“, obwohl sie selbst nicht mal mehr den Unterschied zwischen Realität und Regenbogenkot erkennen. Heilwasser ist das Endstadium der kognitiven Selbstentkernung – die Flüssigversion von „ich hab’s einfach nicht so mit Wissenschaft, aber ich fühl’s halt“. Wer das Zeug verkauft, ist entweder ein raffinierter Scharlatan oder selbst voll bis obenhin mit Schwingungsschwachsinn – in beiden Fällen jedoch gefährlich dehydriert vom Verstand.
Beispielsatz:
„Kevin hat mir sein Heilwasser angeboten – ich hab dankend abgelehnt, ich trinke ungern aus der Klospülung der Vernunft.“
HufeisentheorieHufeisentheorie (Substantiv, feminin) Der verzweifelte Versuch, politische Extreme über einen Kamm zu scheren, indem man behauptet, dass rechts und links doch irgendwie dasselbe sind. Praktisch für alle, die sich weder mit Inhalten noch mit ... → Weiterlesen
Hufeisentheorie (Substantiv, feminin)
Der verzweifelte Versuch, politische Extreme über einen Kamm zu scheren, indem man behauptet, dass rechts und links doch irgendwie dasselbe sind. Praktisch für alle, die sich weder mit Inhalten noch mit Geschichte beschäftigen wollen, aber trotzdem schlaue Sätze sagen möchten. So wird die Antifa mit Nazis gleichgesetzt, weil beide laut sind – und der Stammtisch nickt zustimmend.
Hufeisentheorie ist das intellektuelle Equivalent eines verbrannten Toasts: Sie sieht von Weitem aus wie eine Idee, schmeckt aber nach Asche.
Beispielsatz: „Links, rechts – alles dasselbe!“ oder irgendwas mit "Aber die linken..."
← EinklappenHybrisHybris (Substantiv, feminin, die) Hybris ist der Moment, in dem ein Mensch überzeugt ist, über den Schwerkraftregeln des eigenen Verstandes zu schweben. Ein Zustand, in dem jemand seine Fähigkeiten als kosmische Konstante betrachtet und sich ... → Weiterlesen
Hybris (Substantiv, feminin, die)
Hybris ist der Moment, in dem ein Mensch überzeugt ist, über den Schwerkraftregeln des eigenen Verstandes zu schweben.
Ein Zustand, in dem jemand seine Fähigkeiten als kosmische Konstante betrachtet und sich selbst als Mittelpunkt eines Universums wahrnimmt, das eigentlich keinerlei Zentrum vorsieht.
Kurz gesagt: der stille Triumph des Ego über jede Form von Realitätskontakt – oft elegant, meist folgenschwer und immer ein bisschen komisch, wenn man danebensteht.
Beispielsatz: Seine Hybris war so ausgeprägt, dass er dachte, der Fehler liege in der Realität – und nicht in seinem Denken.
← EinklappenIdentitätspolitikIdentitätspolitik (Substantiv, feminin) Ein hochkomplexes Thema, das regelmäßig von Leuten diskutiert wird, die keine Ahnung davon haben. Identitätspolitik ist der Versuch, marginalisierte Gruppen sichtbar zu machen – und genau das macht sie ... → Weiterlesen
Identitätspolitik (Substantiv, feminin)
Ein hochkomplexes Thema, das regelmäßig von Leuten diskutiert wird, die keine Ahnung davon haben. Identitätspolitik ist der Versuch, marginalisierte Gruppen sichtbar zu machen – und genau das macht sie für manche so unerträglich. Schließlich könnte man dabei erkennen, dass nicht jeder gleich privilegiert durchs Leben läuft.
Für Kritiker ist es jedoch nur unnötiges Gejammer, weil es „früher auch ohne ging“. Dass „früher“ für einige weniger nett war, wird dabei geflissentlich übersehen..
Beispielsatz: „Warum müssen wir plötzlich über Pronomen reden? Früher hat's das auch nicht gebraucht!“
← EinklappenImpfgnorantImpfgnorant / Impfskeptiker (Substantiv, maskulin/feminin) Der biologische Beweis dafür, dass natürliche Selektion leider nicht schnell genug arbeitet. Bewaffnet mit einem Arsenal aus Halbwahrheiten, YouTube-Dokus und selbstgebastelten Immunmythen ... → Weiterlesen
Impfgnorant / Impfskeptiker (Substantiv, maskulin/feminin)
Der biologische Beweis dafür, dass natürliche Selektion leider nicht schnell genug arbeitet. Bewaffnet mit einem Arsenal aus Halbwahrheiten, YouTube-Dokus und selbstgebastelten Immunmythen ziehen sie in den Krieg gegen die Wissenschaft – und reißen dabei ihre Mitmenschen gleich mit ins Verderben. Ihre größte Angst? Ein kleiner Pieks. Ihre geringste Angst? Der Tod unzähliger Menschen, weil sie „ja nur Fragen stellen“.
Man erkennt sie am leeren Blick, der sich sofort in aggressive Empörung verwandelt, wenn man Begriffe wie „Virologie“ oder „Fremdschutz“ in den Mund nimmt. Für sie ist jeder Arzt ein Handlanger der Pharmalobby, jede Statistik eine Lüge und jeder Verstorbene nur „Kollateralschaden“ auf dem heiligen Kreuzzug gegen die bösen Spritzen.
Ihr Motto: „Mein Körper, meine Entscheidung“ – außer es geht um die Entscheidung anderer.
Beispielsatz: „Ich bin ja kein Impfgegner, aber die Regierung will uns alle kontrollieren!“ – sagt er und postet es stolz von seinem Smartphone mit Gesichtserkennung.
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Internet-Held (Substantiv, maskulin)
Der mutige Krieger hinter der Tastatur, der gegen alles wettert, was ihn überfordert. Online ein Löwe, im echten Leben eine Maus. Internet-Helden haben immer das letzte Wort – jedenfalls so lange, bis Mama ruft, dass das Essen fertig ist.
Mit Caps Lock als Schwert und Halbwissen als Rüstung ziehen sie in den digitalen Kampf und hinterlassen ein Schlachtfeld aus peinlichen Kommentaren und schlechten Memes.
Beispielsatz: „Im echten Leben grüßt er nicht mal seinen Nachbarn, aber online bekämpft er den Genderwahn mit voller Inbrunst.“
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Internet-Recherche (Substantiv, feminin)
Der heilige Gral aller selbsternannten Experten. Wer einmal fünf Minuten auf Wikipedia verbracht oder ein YouTube-Video gesehen hat, ist plötzlich qualifiziert, jahrzehntelange Forschung in Frage zu stellen. Denn warum sollte man Wissenschaftlern trauen, wenn es da draußen Blogs mit Comic Sans gibt? Internet-Recherche bedeutet in der Praxis, die eigene Meinung mit „Beweisen“ zu füttern, die von Leuten stammen, die genauso wenig Ahnung haben. Eine endlose Kettenreaktion der Inkompetenz.
Beispielsatz: „Ich hab gegoogelt und weiß jetzt, dass Zitronensaft gegen Chemtrails hilft – danke, Internet-Recherche!“
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Klimalüge (Substantiv, feminin)
Die bevorzugte Realität aller, die glauben, dass die Sonne sich einfach nur „etwas näher heranschleicht“. Wissenschaft? Humbug! Schneeflocken im Dezember sind schließlich der ultimative Beweis, dass alles nur Panikmache ist.
Es ist die perfekte Ausrede, um weiterzumachen wie bisher – denn wenn man’s oft genug leugnet, bleibt es vielleicht einfach weg.
Beispielsatz: „Wenn's wirklich wärmer würde, warum frier ich dann heute Morgen?!“
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Kognitive Dissonanz (Substantiv, feminin)
Der grandiose Geisteszustand, in dem man zwei vollkommen widersprüchliche Überzeugungen gleichzeitig festhalten kann, ohne dass einem der Kopf explodiert. Es ist die Kunst, sich selbst zu belügen und das auch noch gut zu finden, weil die Alternative – Einsicht – schlicht zu unbequem wäre.
← EinklappenKompromissKompromiss (Substantiv, maskulin) Ein Wort, das für einige Menschen ungefähr so appetitlich ist wie lauwarme Milch. In der Theorie die Basis jeder Demokratie, in der Praxis oft eine unbefriedigende Mischung aus „wir haben uns auf das schlechteste ... → Weiterlesen
Kompromiss (Substantiv, maskulin)
Ein Wort, das für einige Menschen ungefähr so appetitlich ist wie lauwarme Milch. In der Theorie die Basis jeder Demokratie, in der Praxis oft eine unbefriedigende Mischung aus „wir haben uns auf das schlechteste geeinigt, mit dem alle leben können“. Ein Kompromiss ist wie ein halb gegessener Döner – niemand will ihn, aber wegwerfen ist auch keine Lösung.
In hitzigen Diskussionen ist der Kompromiss die letzte Option, bevor man anfängt, sich gegenseitig die Fenster einzuschlagen.
Beispielsatz: „Ein guter Kompromiss ist, wenn alle ein bisschen unglücklich sind.“
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Leidenschaft (Substantiv, feminin)
Leidenschaft ist das Feuer in unseren Herzen, das uns antreibt, Berge zu versetzen und die Sterne zu erreichen. Es ist mehr als bloßes Interesse; es ist eine tiefe, brennende Hingabe an das, was uns am Herzen liegt. In der Welt der Kreativität und Innovation ist Leidenschaft der Funke, der Ideen zum Leben erweckt und uns durch die dunkelsten Stunden führt.
Sie ist nicht nur der Treibstoff, der uns vorantreibt; sie ist auch ein zweischneidiges Schwert, denn in ihrem Kern birgt sie das Paradox, dass wahre Hingabe auch Leiden schafft, eine tiefe Sehnsucht, die uns ebenso verzehren kann, wie sie uns belebt.
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Leitkultur (Substantiv, feminin)
Ein nebulöses Konzept, das meistens dann aus der Mottenkiste geholt wird, wenn es darum geht, Fremde draußen zu halten. Die Leitkultur ist eine flexible Erfindung: Mal ist es das christliche Abendland, mal das Recht auf Bratwurst und ist dabei so exakt definiert wie das Rezept von Omas Kartoffelsalat – jeder versteht etwas anderes darunter, aber alle sind sich sicher, dass es wichtig ist.
Eigentlich könnte man sich auch einfach auf Höflichkeit und gegenseitigen Respekt einigen – aber das wäre ja zu einfach.
Beispielsatz: „Du bist erst Teil der Leitkultur, wenn du drei Bier trinken kannst und 'Tatort' liebst.“
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Lügenpresse (Substantiv, feminin)
Das Zauberwort für alle, die unbequeme Fakten nicht mögen. Lügenpresse ist die elegante Lösung für kognitive Dissonanz: Einfach alle Nachrichten als falsch deklarieren, die einem nicht ins Weltbild passen. Schließlich weiß Opa in der WhatsApp-Gruppe sowieso alles besser als jeder Journalist.
Mit diesem Begriff lässt sich mühelos jedes Gespräch abwürgen, ohne auch nur eine einzige Quelle zu nennen.
Beispielsatz: „Wenn die Zeitung sagt, dass die Erde rund ist, weißt du, dass es eine Kugel Lügen ist!“
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Mainstream-Medien (Substantiv, Plural)
Die unsichtbare Bedrohung aller Freigeister, die glauben, dass sich die Wahrheit nur auf Telegram verbirgt. Wer an Mainstream-Medien glaubt, gehört natürlich zum System und wird vom Deep State ferngesteuert. Nachrichten sind erst dann glaubwürdig, wenn sie in schlechter Rechtschreibung auf dunklen Kanälen erscheinen.
Der einzige Unterschied zwischen Qualitätsjournalismus und Fake News? Ob man das Ergebnis mag oder nicht.
Beispielsatz: „Schau mal lieber auf YouTube, da gibt's echte Fakten – nicht diesen Mainstream-Quatsch!“
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Meinungsfreiheit (Substantiv, feminin)
Das heilige Mantra derer, die ihre Meinung für unantastbar halten, solange niemand widerspricht. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass alles ohne Konsequenzen bleibt, sondern dass man nach Belieben Unsinn in die Welt setzen darf – und trotzdem für die Folgen gerade stehen muss.
Die große Ironie dabei: Wer am lautesten nach Meinungsfreiheit schreit, ist oft der Erste, der sie anderen nicht zugestehen will.
Beispielsatz: „Warum darf ich nicht in Ruhe rassistische Sprüche klopfen? Wo bleibt denn die Meinungsfreiheit?!“
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Merzen (Verb, reflexiv)
Sich mit der Selbstgefälligkeit eines überheblichen Apparatschiks als moralische Instanz inszenieren, während man gleichzeitig jedes Prinzip für ein paar mickrige Wählerstimmen verramscht. Merzen bedeutet, die eigene Opportunismus-Suppe mit einer dicken Schicht Pseudo-Seriosität zu überziehen, in der Hoffnung, dass niemand merkt, wie faul das Ganze riecht. Es ist die hohe Kunst, von demokratischen Werten zu schwadronieren, während man sich mit Faschisten ins Bett legt – und dabei noch empört tut, wenn man dabei erwischt wird.
Wer merzt, glaubt, er sei ein brillanter Stratege, während er sich in seiner eigenen Heuchelei stranguliert. Erst „Brandmauer“ rufen, dann mit der AfD stimmen und anschließend beleidigt die Unterlippe vorschieben, weil man plötzlich als Steigbügelhalter dasteht. Merzen ist nicht einfach nur Umfallen – es ist ein eleganter Doppelsalto in Richtung politischer Bedeutungslosigkeit, mit einem „Huch, wie konnte das passieren?“ als krönendem Abschluss.
Beispielsatz: „Er hat erst versprochen, nie mit der AfD zu kooperieren, dann genau das getan – und anschließend behauptet, es sei ja gar nicht seine Schuld. Klassisch gemerzt!“
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Mimimi (Substantiv, neutrum)
Das verzweifelte Wimmern derer, die sich für Alphatiere halten, aber beim kleinsten Gegenwind zur Mimose mutieren. Mimimi ist das Geräusch, das ertönt, wenn jemand erst mit voller Wucht gegen alles und jeden hetzt, um sich dann jammernd in die Opferrolle zu flüchten, sobald Fakten oder logische Argumente ins Spiel kommen. „Man wird ja wohl noch sagen dürfen!“ – Ja, darf man. Aber wehe, jemand sagt was zurück. Dann ist Mimimi die letzte Verteidigungslinie gegen diese bösen, bösen Meinungsdiktatoren.
Doch man sollte sich davor hüten, das Internet-Kommentar-Mimimi mit der wahren Essenz des Mimimi von seinem legendären Urheber zu verwechseln: Beaker, das piepsende Laborassistenten-Genie aus der Muppet Show. Ein Charakter von Anstand und Würde, der unter widrigsten Umständen Würde bewahrt, im Gegensatz zu den selbsternannten Helden der Meinungsfreiheit, die beim kleinsten Gegenwind sofort die große Verschwörung wittern.
Beispielsatz: „Kaum sagt man was gegen Klimakleber, kommen die wieder mit wissenschaftlichen Fakten – Mimimi, voll unfair!“
← EinklappenMontagsdemoMontagsdemo (Substantiv, feminin) Früher standen sie für Bürgerrechtler in der DDR, heute stehen sie für einen Haufen verstrahlter Covidioten, die glauben, dass eine Maske das Ende der Demokratie bedeutet. Die Montagsdemo ist die ideale Veranstaltung ... → Weiterlesen
Montagsdemo (Substantiv, feminin)
Früher standen sie für Bürgerrechtler in der DDR, heute stehen sie für einen Haufen verstrahlter Covidioten, die glauben, dass eine Maske das Ende der Demokratie bedeutet. Die Montagsdemo ist die ideale Veranstaltung für Leute, die von Politik nichts verstehen, aber trotzdem ein Stück vom Widerstandskuchen abhaben wollen.
Mit Verschwörungstheorien, schlechtem Timing und viel zu vielen Deutschlandfahnen ausgestattet, marschiert man gegen alles und für nichts.
MultitaskingMultitasking (Substantiv, neutrum) Der größte Mythos seit der Mondlandung. Multitasking ist die absurde Idee, dass man mehrere Dinge gleichzeitig tun kann – in Wirklichkeit ist es der schnellste Weg, nichts richtig zu machen. Menschen, die ... → Weiterlesen
Multitasking (Substantiv, neutrum)
Der größte Mythos seit der Mondlandung. Multitasking ist die absurde Idee, dass man mehrere Dinge gleichzeitig tun kann – in Wirklichkeit ist es der schnellste Weg, nichts richtig zu machen. Menschen, die Multitasking für sich beanspruchen, sind oft dieselben, die regelmäßig ihren Autoschlüssel im Kühlschrank finden und sich über Burnout wundern.
In Wahrheit ist Multitasking nichts anderes als eine gesellschaftlich akzeptierte Form von chronischer Verzettelung.
Beispielsatz: „Ich habe gekocht, telefoniert und nebenbei meine Beziehung ruiniert – Multitasking läuft!“
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Nazikeule (Substantiv, feminin)
Das Allzweck-Abwehrschild gegen jegliche Form von Kritik an offen rassistischen Aussagen. Wird von jenen geschwungen, die glauben, dass sie einfach „nur ihre Meinung sagen“ dürfen, ohne sich der Realität stellen zu müssen. Der Vorwurf „Nazikeule“ kommt meist dann, wenn das eigene Weltbild ins Wanken gerät und man sich mit Fakten konfrontiert sieht – also immer.
Sobald die Nazikeule ins Spiel gebracht wird, ist man ein links-grün-versiffter Öko-Terrorist – Glückwunsch.
Beispielsatz: „Du hast ein Hakenkreuz tätowiert, aber ich soll bitte nicht die Nazikeule rausholen?“
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Neigung (Substantiv, feminin)
Die unheimliche Vorliebe des Homo sapiens, alles komplizierter zu machen, als es eigentlich sein müsste. Ob es nun darum geht, Dinge zu vereinfachen, bis sie keinen Sinn mehr ergeben, oder Probleme zu ignorieren, bis sie explodieren – die menschliche Neigung ist immer zur Stelle. Besonders beliebt: die Neigung, Fehler zu wiederholen, in der Hoffnung, dass sie beim nächsten Mal irgendwie besser laufen.
← EinklappenNiedrigschwingendniedrigschwingend (Adjektiv, spirituell) „Niedrigschwingend“ ist das esoterische Schimpfwort für alles, was unangenehm, kritisch oder einfach nur realistisch ist. Es bezeichnet angeblich eine niedrige energetische Frequenz – übersetzt: du bist ... → Weiterlesen
niedrigschwingend (Adjektiv, spirituell)
„Niedrigschwingend“ ist das esoterische Schimpfwort für alles, was unangenehm, kritisch oder einfach nur realistisch ist. Es bezeichnet angeblich eine niedrige energetische Frequenz – übersetzt: du bist ein Miesepeter, der nicht an Einhörner glaubt. Wer als niedrigschwingend gilt, zweifelt, denkt nach oder stellt Fragen – also genau das, was im spirituellen Gruppenkuscheln nicht vorgesehen ist.
In der Praxis bedeutet „niedrigschwingend“ meistens: Du hast keine Lust auf Bullshit, kaufst keine Heilwasser-Abos und findest Engel-Channeling ungefähr so überzeugend wie ein Horoskop auf Crack. Die Diagnose „niedrigschwingend“ kommt dann von Menschen, deren eigenes Energielevel irgendwo zwischen Räuchermuff und Realitätsverweigerung oszilliert – aber hey, Hauptsache hochschwingend mit Instagram-Filter.
Beispielsatz:
„Simone hat mich als niedrigschwingend bezeichnet, weil ich ihre Mondsteintherapie hinterfragt hab – ich nannte sie dann hochgradig verpeilt.“
PatriotPatriot (Substantiv, maskulin/feminin) Früher eine noble Bezeichnung für Menschen, die ihr Land mit Stolz und Respekt lieben. Heute ist es das ultimative Label für jeden, der in einer Flagge eingewickelt das Abendland retten will. Wer sich ... → Weiterlesen
Patriot (Substantiv, maskulin/feminin)
Früher eine noble Bezeichnung für Menschen, die ihr Land mit Stolz und Respekt lieben. Heute ist es das ultimative Label für jeden, der in einer Flagge eingewickelt das Abendland retten will. Wer sich Patriot nennt, hat meistens Angst vor allem, was nicht zwischen Spreewaldgurken und Schwarzbrot passt.
Ein echter Patriot hält nichts von Multikulti, aber fährt jedes Jahr nach Mallorca – natürlich mit All-inclusive.
PolarisierungPolarisierung (Substantiv, feminin) Der kreative Prozess, bei dem Meinungen so weit auseinandergehen, dass sie sich nicht einmal mehr in derselben Realität befinden. Es ist die Kunst, den anderen als Feind zu sehen, nur weil er eine andere ... → Weiterlesen
Polarisierung (Substantiv, feminin)
Der kreative Prozess, bei dem Meinungen so weit auseinandergehen, dass sie sich nicht einmal mehr in derselben Realität befinden. Es ist die Kunst, den anderen als Feind zu sehen, nur weil er eine andere Farbe mag oder das falsche Buch gelesen hat. Das Resultat? Spannende Debatten, die nie zu einem Ergebnis führen, und eine Welt, in der Grauzonen illegal sind.
← EinklappenPropagandaPropaganda (Substantiv, feminin) Die hohe Kunst, Menschen das Gehirn zu verkleistern, ohne dass sie es merken. Propaganda ist wie die unsichtbare Hand, die die Marionetten tanzen lässt – nur dass die Marionetten glauben, sie wären die Puppenspieler ... → Weiterlesen
Propaganda (Substantiv, feminin)
Die hohe Kunst, Menschen das Gehirn zu verkleistern, ohne dass sie es merken. Propaganda ist wie die unsichtbare Hand, die die Marionetten tanzen lässt – nur dass die Marionetten glauben, sie wären die Puppenspieler. Die Wahrheit wird verdreht, poliert und mit einem Schleifchen verpackt, bis sie aussieht wie eine Lüge… nur dass das Publikum applaudiert, anstatt zu hinterfragen.
← EinklappenQuellenangabeQuellenangabe (Substantiv, feminin) Der natürliche Feind von Internetdiskussionen. Quellenangaben sind dieser eine nervige Verwandte, der bei jeder Familienfeier fragt: „Hast du dafür Beweise?“ In Zeiten von Fake News sind sie das, was die ... → Weiterlesen
Quellenangabe (Substantiv, feminin)
Der natürliche Feind von Internetdiskussionen. Quellenangaben sind dieser eine nervige Verwandte, der bei jeder Familienfeier fragt: „Hast du dafür Beweise?“ In Zeiten von Fake News sind sie das, was die meisten lieber ignorieren, weil’s ohne einfach bequemer ist.
Eine Quelle hat man entweder aus seriösen Medien oder – wenn’s einfacher sein soll – aus der eigenen Fantasie.
QuerdenkerQuerdenker (Substantiv, maskulin) Meister der verbalen Selbstverstümmelung. Diese Individuen besitzen die außergewöhnliche Fähigkeit, eine einfache Wahrheit so lange in den Dreck zu ziehen, bis sie nur noch ein Häufchen sinnloser Widersprüche ... → Weiterlesen
Querdenker (Substantiv, maskulin)
Meister der verbalen Selbstverstümmelung. Diese Individuen besitzen die außergewöhnliche Fähigkeit, eine einfache Wahrheit so lange in den Dreck zu ziehen, bis sie nur noch ein Häufchen sinnloser Widersprüche ist. Querdenker: Der intellektuelle Endgegner von klaren Gedanken.
← EinklappenRussentrollRussentroll (Substantiv, maskulin) Ein digitaler Schwachmat, der sich für einen Elite-Agenten des Informationskriegs hält, während er mit der Eleganz einer rostigen Axt auf Tastaturen einprügelt. Sein „Beitrag“ zur Welt ist nicht mehr als ein ... → Weiterlesen
Russentroll (Substantiv, maskulin)
Ein digitaler Schwachmat, der sich für einen Elite-Agenten des Informationskriegs hält, während er mit der Eleganz einer rostigen Axt auf Tastaturen einprügelt. Sein „Beitrag“ zur Welt ist nicht mehr als ein uninspirierter Mischmasch aus Halbwahrheiten und Hass, die er im Auftrag eines Systems ablässt, das selbst längst den Glauben an ihn verloren hat. Zu schade, dass der größte Verlierer seines „großen Kampfes“ niemand anders ist als er selbst.
← EinklappenSchrödingers FaschoSchrödingers Fascho / Quantenfascho (Substantiv, maskulin) Der Geist eines Faschisten manifestiert sich auf der Quantenebene. Warum? Weil dort die Unschärfe regiert! Seine Argumente sind gleichzeitig überall und nirgendwo, wie ein Elektron ... → Weiterlesen
Schrödingers Fascho / Quantenfascho (Substantiv, maskulin)
Der Geist eines Faschisten manifestiert sich auf der Quantenebene. Warum? Weil dort die Unschärfe regiert! Seine Argumente sind gleichzeitig überall und nirgendwo, wie ein Elektron in einem Orbital – unfassbar, undefinierbar, und vor allem völlig daneben. Versucht man, seine Gedanken zu orten, werden sie verschwommen, ändern die Richtung oder verschwinden ganz. So wie in der Quantenphysik, wo nichts sicher ist, außer, dass man am Ende keinen Sinn daraus machen kann.
← EinklappenSchwurbelSchwurbel (Substantiv, maskulin) Ein Schwurbel ist eine wundersame Form der Meinungsbildung, die Logik mit purer Fantasie ersetzt. Hier wird aus einem simplen Regenbogen ein geheimer Zeichen-Code der Echsenmenschen und aus einem Virus die größte ... → Weiterlesen
Schwurbel (Substantiv, maskulin)
Ein Schwurbel ist eine wundersame Form der Meinungsbildung, die Logik mit purer Fantasie ersetzt. Hier wird aus einem simplen Regenbogen ein geheimer Zeichen-Code der Echsenmenschen und aus einem Virus die größte Verschwörung der Geschichte. Schwurbeln bedeutet, sich Informationen zusammenzureimen, die so absurd sind, dass selbst Science-Fiction-Autoren rot vor Neid werden.
Die Hauptzutaten für echten Schwurbel? Halbwissen, ein Schuss Größenwahn und die unerschütterliche Überzeugung, dass man mehr weiß als alle Wissenschaftler zusammen.
← EinklappenSeelenwanderungSeelenwanderung (Substantiv, feminin) Seelenwanderung ist wie Umziehen ohne Koffer – nur mit ganz viel Drama. Die Idee: Deine Seele verlässt nach dem Tod den Körper und zieht in ein neues Fleischkostüm, um neue Erfahrungen zu machen. Man nennt ... → Weiterlesen
Seelenwanderung (Substantiv, feminin)
Seelenwanderung ist wie Umziehen ohne Koffer – nur mit ganz viel Drama. Die Idee: Deine Seele verlässt nach dem Tod den Körper und zieht in ein neues Fleischkostüm, um neue Erfahrungen zu machen. Man nennt das auch Reinkarnation, Rückführung oder: „Früher war ich ägyptische Hohepriesterin, heute bin ich Systemcoach mit Instagram-Shop.“ Wer an Seelenwanderung glaubt, erklärt sich selbst oft zur Reinkarnation irgendeiner historischen oder spirituellen Berühmtheit – auffällig selten ist jemand als Klowart im Mittelalter wiedergekommen.
Die Seelenwanderung ist die spirituelle Luxusversion von „Ich bin was Besseres“, verpackt in kosmisches Storytelling. Sie ersetzt Persönlichkeitsentwicklung durch Reinkarnations-Romantik und erlaubt es, sich über andere zu erheben, ohne was geleistet zu haben. Wer in einer früheren Inkarnation „Atlantis-Kriegerin“ war, kann heute problemlos energetische Darmsanierungen anbieten, ohne rot zu werden. Kritik daran? Niedrigschwingend.
Beispielsatz:
„Mira glaubt, sie war früher eine keltische Heilerin – ich glaube, sie war früher schon anstrengend.“
SelbstreflexionSelbstreflexion (Substantiv, feminin) Ein nahezu ausgestorbenes Konzept, das in unserer Gesellschaft ungefähr so viel Beachtung findet wie die Bedienungsanleitung einer Mikrowelle. Selbstreflexion bedeutet, sich selbst kritisch zu hinterfragen ... → Weiterlesen
Selbstreflexion (Substantiv, feminin)
Ein nahezu ausgestorbenes Konzept, das in unserer Gesellschaft ungefähr so viel Beachtung findet wie die Bedienungsanleitung einer Mikrowelle. Selbstreflexion bedeutet, sich selbst kritisch zu hinterfragen, Fehler einzugestehen und daraus zu lernen – also genau das, was 99 % der Menschheit nie tun werden. Stattdessen bevorzugt man die Schuldzuweisung an andere, während man sich selbst als Opfer einer korrupten Welt inszeniert.
Es wäre viel zu anstrengend, sich einzugestehen, dass man vielleicht nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Darum bleibt Selbstreflexion meist ein exotisches Hobby für Philosophen, Psychologen und andere randständige Existenzen.
Beispielsatz: „Ich habe über mein Verhalten reflektiert und beschlossen, dass alle anderen schuld sind.“
← EinklappenSisyphosSisyphos (altgriechisch Σίσυφος Sísyphos, latinisiert Sisyphus) ist eine Figur der griechischen Mythologie. Einmal wird Sisyphos für seine Renitenz dem Gott Thanatos gegenüber bestraft, einmal für seine Verschlagenheit, einmal weil er den Göttervater ... → Weiterlesen
Sisyphos (altgriechisch Σίσυφος Sísyphos, latinisiert Sisyphus)
ist eine Figur der griechischen Mythologie. Einmal wird Sisyphos für seine Renitenz dem Gott Thanatos gegenüber bestraft, einmal für seine Verschlagenheit, einmal weil er den Göttervater Zeus an den Flussgott Asopos verrät, weil jener dessen Tochter Aigina geraubt hat. Schließlich wird er von Hermes für seinen Frevel in die Unterwelt gezwungen, wo er zur Strafe einen Felsblock auf ewig einen Berg hinaufwälzen muss, der, fast am Gipfel, jedes Mal wieder ins Tal rollt. Dieses Motiv ist schon in der Antike prägend für die Sisyphosrezeption gewesen, heute ist Sisyphusarbeit bzw. Sisyphusaufgabe ein geflügeltes Wort für eine ertraglose und dabei schwere Tätigkeit ohne absehbares Ende.
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Social-Media-Experte (Substantiv, maskulin)
Eine Spezies, die ausschließlich in der Wildnis von Instagram und TikTok gedeiht, wo das Posten von Bildern von Mahlzeiten und das Teilen von Pseudo-Weisheiten sie zu selbsternannten Visionären macht. Sie haben keine Ahnung von Marketing, aber das hält sie nicht davon ab, stündlich „Experten“-Tipps zu twittern, die etwa so nützlich sind wie ein Regenschirm im Sturm.
← EinklappenSofa-RevolutionärSofa-Revolutionär (Substantiv, maskulin) Derjenige, der mit dem Finger auf die Probleme der Welt zeigt, während er tief in seinen Kissen versinkt und darauf wartet, dass andere die Arbeit erledigen. Er hält sich für einen Aktivisten, weil er ... → Weiterlesen
Sofa-Revolutionär (Substantiv, maskulin)
Derjenige, der mit dem Finger auf die Probleme der Welt zeigt, während er tief in seinen Kissen versinkt und darauf wartet, dass andere die Arbeit erledigen. Er hält sich für einen Aktivisten, weil er „Gefällt mir“ klickt und Kommentare absetzt, die so radikal sind wie eine lauwarme Tasse Tee. Revolution? Nur, wenn sie ohne Anstrengung und mit WLAN kommt.
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Stadtbild (Substantiv, neutral)
Ein Begriff zwischen einem ästhetischen Notruf für Menschen, die glauben, ihre Identität hänge von der Sichtachse zwischen Bäckerei und Biergarten ab, und einem dekorativen Argument, das Politiker benutzen, wenn sie sich nicht trauen, „Menschen, die nicht so aussehen wie ich“ zu sagen.
Wird reflexartig verwendet, sobald zu viele Gesichter nicht dem Farbspektrum des eigenen Familienalbums entsprechen.
Das Stadtbild ist kein Bild der Stadt, sondern der Betrachter.
Je homogener der Blick, desto gestörter das Hirn.
Oft gebraucht in Kombination mit nostalgischen Adjektiven wie „früher“, „geordnet“ oder „deutsch“, um den Eindruck zu erwecken, dass Betonplatten früher freundlicher waren.
Die wahre Tragödie des Stadtbilds liegt darin, dass es immer noch so aussieht wie das Denken derer, die sich über es beschweren: grau, kantig, aus der Zeit gefallen.
Beispielsatz:
„Das Stadtbild hat sich verändert“ – ja, endlich. Nur du bist stehen geblieben.
StaunenStaunen (Substantiv, Neutrum) Staunen ist das, was passiert, wenn die Welt kurzzeitig ihren Atem anhält und wir mit weit aufgerissenen Augen dastehen, unfähig, auch nur zu blinzeln, aus Angst, den Zauber zu brechen. Es ist die kindliche Freude ... → Weiterlesen
Staunen (Substantiv, Neutrum)
Staunen ist das, was passiert, wenn die Welt kurzzeitig ihren Atem anhält und wir mit weit aufgerissenen Augen dastehen, unfähig, auch nur zu blinzeln, aus Angst, den Zauber zu brechen. Es ist die kindliche Freude am Entdecken, die uns auch im Erwachsenenalter noch heimsucht, ein plötzliches Verstehen, dass das Universum weit mehr Witze auf Lager hat, als wir je für möglich gehalten hätten.
← EinklappenSteigbügelhalter Steigbügelhalter (Substantiv, maskulin) Ein Steigbügelhalter ist das politische Äquivalent eines Türstoppers – nutzlos in seiner eigenen Funktion, aber entscheidend dafür, dass das Falsche ungehindert eintreten kann. Er hält nicht nur ... → Weiterlesen
Steigbügelhalter (Substantiv, maskulin)
Ein Steigbügelhalter ist das politische Äquivalent eines Türstoppers – nutzlos in seiner eigenen Funktion, aber entscheidend dafür, dass das Falsche ungehindert eintreten kann. Er hält nicht nur den Steigbügel, er poliert ihn vorher auch noch mit der Zunge, um sicherzustellen, dass der Reiter sich wohlfühlt. Prinzipien? Nur solange sie den Aufstieg nicht behindern. Moral? Ein nettes Accessoire, das man ablegt, sobald es unbequem wird.
Typische Merkmale: Lautstark Werte predigen, leise Macht sichern. Nach außen Empörung inszenieren, nach innen bereitwillig den roten Teppich für das Schlechte ausrollen. Ein Steigbügelhalter glaubt, er sei Teil des Erfolgs – in Wahrheit ist er nur der Fußabtreter für jene, die er groß gemacht hat.
Beispielsatz: „Er hat erst großspurig von Brandmauern gefaselt und dann der AfD den Sattel gehalten – ein Steigbügelhalter mit der Würde eines weggeworfenen Werbeflyers. Oder eben: Friedrich Merz.“
← EinklappenSystemlingSystemling (Substantiv, maskulin) Ein Schimpfwort für Menschen, die sich der unangenehmen Wahrheit verschrieben haben, dass Wissenschaft, Bildung und gesunder Menschenverstand vielleicht doch nicht von Bill Gates gesteuert werden. Systemlinge ... → Weiterlesen
Systemling (Substantiv, maskulin)
Ein Schimpfwort für Menschen, die sich der unangenehmen Wahrheit verschrieben haben, dass Wissenschaft, Bildung und gesunder Menschenverstand vielleicht doch nicht von Bill Gates gesteuert werden. Systemlinge glauben an die Echtheit von Mondlandungen, vertrauen Statistiken und wagen es sogar, Masken zu tragen – und damit sind sie natürlich das Feindbild jeder anständigen Telegram-Gruppe.
Während andere die Matrix durchschaut haben, hängen Systemlinge weiter in ihrer tragischen Realität fest.
Beispielsatz: „Schau ihn dir an, mit seinen Fakten – so ein typischer Systemling!“
← EinklappenTelegramTelegram-Gruppe (Substantiv, feminin) Der wilde Westen der Desinformation. Telegram-Gruppen sind ein Sammelbecken für alle, die auf Facebook gesperrt wurden, weil sie die Wahrheit™ sagen wollten. Hier trifft sich die Crème de la Crème der Schwurbler ... → Weiterlesen
Telegram-Gruppe (Substantiv, feminin)
Der wilde Westen der Desinformation. Telegram-Gruppen sind ein Sammelbecken für alle, die auf Facebook gesperrt wurden, weil sie die Wahrheit™ sagen wollten. Hier trifft sich die Crème de la Crème der Schwurbler, um sich gegenseitig in ihrer Blase zu bestätigen.
Egal ob Heilsteine gegen 5G oder Anleitungen zur Reichsbürger-Selbstverwaltung – es gibt nichts, was es in einer Telegram-Gruppe nicht gibt.
ToleranzgrenzeToleranzgrenze (Substantiv, feminin) Ein mystischer Wert, der immer dann gesenkt wird, wenn das Gegenüber etwas Unbequemes äußert. Die Toleranzgrenze ist für manche dehnbarer als ein Gummiband, solange es um die eigenen Vorlieben geht – wird ... → Weiterlesen
Toleranzgrenze (Substantiv, feminin)
Ein mystischer Wert, der immer dann gesenkt wird, wenn das Gegenüber etwas Unbequemes äußert. Die Toleranzgrenze ist für manche dehnbarer als ein Gummiband, solange es um die eigenen Vorlieben geht – wird sie jedoch bei anderen überschritten, fühlt sich das an wie ein Frontalangriff auf die eigene Existenz.
Toleranz ist gut, solange sie sich auf das beschränkt, was ins eigene Weltbild passt.
Beispielsatz: „Also ich bin ja tolerant, aber bei Veganern hört meine Toleranzgrenze erreicht!“
← EinklappenToxische MännlichkeitToxische Männlichkeit (Substantiv, feminin) Ein Überbleibsel aus einer Zeit, als Männer noch glaubten, dass Gefühle nur in Actionfilmen vorkommen. Toxische Männlichkeit bedeutet, nie über Probleme zu reden, stattdessen Bier zu kippen und „Männer ... → Weiterlesen
Toxische Männlichkeit (Substantiv, feminin)
Ein Überbleibsel aus einer Zeit, als Männer noch glaubten, dass Gefühle nur in Actionfilmen vorkommen. Toxische Männlichkeit bedeutet, nie über Probleme zu reden, stattdessen Bier zu kippen und „Männer sind halt so“ als Antwort auf alles zu geben. Wenn jemand Gefühle zeigt, ist das ein Zeichen von Schwäche – es sei denn, es geht um Fußball oder das Lieblingsauto.
Der Inbegriff toxischer Männlichkeit ist der Typ, der behauptet, er brauche keine Hilfe – während er das Regal zum dritten Mal falsch aufbaut.
Beispielsatz: „Ein echter Mann weint nicht – es sei denn, sein Auto hat einen Kratzer.“
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Transformation (Substantiv, feminin)
Transformation ist wie „Ich arbeite an mir“, nur ohne Arbeit, ohne Substanz und mit ganz viel Nebelmaschine. Im spirituellen Kontext bezeichnet sie den Zustand, in dem man angeblich alte Muster loslässt, Blockaden durchbricht und zur „höheren Version seiner Selbst“ wird – begleitet von Räucherwerk, Selbstinszenierung und einem wöchentlichen Online-Kurs für 333 Euro. Es ist das Buzzword der spirituellen Blase, ein Allzweck-Etikett für jede Form von Veränderung, die sich wichtig anfühlen soll, aber selten über Selbstdarstellung hinausgeht.
Hinter dem Begriff lauert meist nichts als ein Mix aus narzisstischem Größenwahn und esoterischem Lifestyle-Marketing. Wer sich „in der Transformation“ befindet, ist meistens einfach arbeitslos, beziehungsunfähig oder auf dem Weg zur nächsten Coaching-Ausbildung. Es ist der perfekte Schutzschild gegen jede Kritik: Wer dich hinterfragt, „versteht deine Transformation nicht“. Wer widerspricht, blockiert deinen Prozess. Und wer darauf scheißt, ist halt noch nicht erwacht.
Beispielsatz:
„Lars hat mich geghostet und dann geschrieben, er sei mitten in einer Transformation – ich hab ihm angeboten, ihm beim Verschwinden zu helfen.“
TrollTroll (Substantiv, maskulin) Der bittere Geschmack des Internets, der sich durch Kommentarspalten frisst wie Schimmel auf altem Brot. Trolls haben keine Meinung – sie haben nur Galle. Sie leben in der düsteren Freude, jede Debatte mit ihrer ... → Weiterlesen
Troll (Substantiv, maskulin)
Der bittere Geschmack des Internets, der sich durch Kommentarspalten frisst wie Schimmel auf altem Brot. Trolls haben keine Meinung – sie haben nur Galle. Sie leben in der düsteren Freude, jede Debatte mit ihrer geistigen Kloake zu überziehen, und fühlen sich dabei überlegen, obwohl sie nur eine erbärmliche Spur von Stumpfsinn hinterlassen.
← EinklappenUSAUSA - Ulzeriöser Schließmuskel von Arschmerika. Ein entzündeter Enddarmausgang westlicher Weltordnung, aus dem seit Jahrzehnten kulturelle, wirtschaftliche und militärische Flatulenzen in alle Richtungen entweichen. Der Begriff beschreibt keine ... → Weiterlesen
USA - Ulzeriöser Schließmuskel von Arschmerika.
Ein entzündeter Enddarmausgang westlicher Weltordnung, aus dem seit Jahrzehnten kulturelle, wirtschaftliche und militärische Flatulenzen in alle Richtungen entweichen. Der Begriff beschreibt keine Nation, sondern einen Zustand – eine chronisch gereizte Übermacht mit moralischem Reizdarmsyndrom und imperialem Juckreiz.
USA ist kein Land.
Es ist ein Zustand kollektiver Hybris mit Waffenlobby.
Ein ultrakapitalistischer Selbstbedienungsladen mit Atomsprengkopf und Fast-Food-Diplomatie.
Würde man das Land einem Proktologen zeigen, käme nur die Diagnose:
„Schließmuskelschaden. Stadium Endgame.“
Beispielsatz: „Nach dem 49. Schusswaffenmassaker diesen Monat twitterte die USA: ‘Thoughts & Prayers.’ – So viel Empathie aus einem Schließmuskel muss man erstmal rauspressen.“
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Vereinfachung (Substantiv, feminin)
Das gefährliche Spiel, komplexe Dinge auf eine Weise zu reduzieren, dass am Ende nur noch ein Zerrbild der Realität übrig bleibt. Die Kunst, zwei Sätze aus einem 300-Seiten-Buch zu ziehen und zu behaupten, damit das gesamte Thema verstanden zu haben. Besonders nützlich für Politiker, Werbetexter und Leute, die zu faul sind, eine ganze Wikipedia-Seite zu lesen.
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Verschwörungsfreiheit (Substantiv, feminin)
Die seltene Fähigkeit, den Tag zu überstehen, ohne in die dunklen Abgründe von YouTube-Kommentarspalten und Telegram-Gruppen abzurutschen. Menschen mit Verschwörungsfreiheit leben gefährlich – sie trauen sich, Wissenschaftlern zu glauben und dem Arzt zu vertrauen, ohne Angst vor Reptiloiden zu haben.
Ein Leben in Verschwörungsfreiheit ist möglich – aber die Aluhut-Fraktion arbeitet hart daran, es zu verhindern.
VerschwörungstheoretikerVerschwörungstheoretiker (Substantiv, maskulin) Diese tragischen Gestalten, die glauben, sie hätten als einzige die Wahrheit entdeckt – mit einer Recherche, die irgendwo zwischen einer halb geöffneten Wikipedia-Seite und den fieberhaften Monologen ... → Weiterlesen
Verschwörungstheoretiker (Substantiv, maskulin)
Diese tragischen Gestalten, die glauben, sie hätten als einzige die Wahrheit entdeckt – mit einer Recherche, die irgendwo zwischen einer halb geöffneten Wikipedia-Seite und den fieberhaften Monologen eines Aluhutträgers auf YouTube liegt. Sie sehen sich als Widerstandskämpfer, aber in Wirklichkeit sind sie wie Fliegen, die gegen ein geschlossenes Fenster knallen, überzeugt, dass die Welt draußen sie hasst.
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Virtue Signaling (Substantiv, neutrum)
Die hohe Kunst, Moral zu besitzen – aber bitte so, dass es auch jeder mitbekommt. Virtue Signaling ist, wenn du dein Mitgefühl für eine Krise postest, um dann direkt weiter deinen Latte Macchiato zu schlürfen. Je mehr Hashtags, desto besser.
Es geht dabei weniger darum, die Welt zu retten, als vielmehr darum, so auszusehen, als würde man es versuchen – ohne dabei den geringsten Finger zu rühren.
VolksverräterVolksverräter (Substantiv, maskulin) Die ultimative Keule für alle, die mehr im Kopf haben als einen Deutschland-Schal und eine Portion nationalistischer Paranoia. Wer sich für Minderheiten einsetzt oder europäische Kooperation nicht für Teufelswerk ... → Weiterlesen
Volksverräter (Substantiv, maskulin)
Die ultimative Keule für alle, die mehr im Kopf haben als einen Deutschland-Schal und eine Portion nationalistischer Paranoia. Wer sich für Minderheiten einsetzt oder europäische Kooperation nicht für Teufelswerk hält, ist garantiert ein Volksverräter. Am besten erkennt man Volksverräter daran, dass sie nicht in Großbuchstaben schreiben und argumentieren können.
Ein Volksverräter ist jemand, der lieber nachdenkt als nachplappert – eine gefährliche Spezies.
Beispielsatz: „Du hast Döner gegessen? Du Volksverräter!“
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Whataboutism (Substantiv, neutral)
Ein rhetorischer Trick, bei dem auf Kritik oder ein Argument nicht eingegangen, sondern stattdessen ein völlig anderes, meist irrelevantes Problem angeführt wird: „Ja, aber was ist mit...?“ So wird elegant das Thema gewechselt, um vom eigentlichen Punkt abzulenken. Whataboutism ist die Kunst, die Diskussion in eine Nebelwand zu führen, wo niemand mehr den Weg findet. Es ist die Taktik derer, die in Debatten weniger an Lösungen interessiert sind, sondern vielmehr daran, die Schuld auf andere zu schieben und selbst niemals Verantwortung übernehmen zu müssen. Ideal für jeden, der auf der Suche nach Ausreden ist, statt nach Argumenten.
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Wohlstandsverwahrlost (Adjektiv)
Die tragische Existenzform von Menschen, die nie wirklich kämpfen mussten - und genau deshalb überzeugt sind, dass sie es könnten. Wohlstandsverwahrloste leben in klimatisierten Eigenheimen, halten ein Tempolimit für die größte Diktatur seit Hitler und sehen sich als Opfer eines Systems, das ihnen nie wirklich etwas weggenommen hat.
Sie halten sich für einen Titan der Leistungsgesellschaft, aber der härteste Kampf ihres Lebens war die Wahl zwischen Barista-Hafermilch und Soja-Vanille. Ihre verzerrte Gedankenwelt lässt sich auf einen einzigen, immer gleich gejammerten Satz reduzieren: „Früher konnte man ja noch sagen, was man denkt, aber heute darf man nicht mal mehr gegen Ausländer hetzen, ohne dass gleich wieder so eine linke Gutmenschen-Sekte Schnappatmung kriegt!“
Dieses „Pack" (so nennen sie selbst gerne andere Menschen) ist nicht arm, sondern arm im Geiste. Sie sind die intellektuell Verdurstenden mitten im Supermarkt der Möglichkeiten. Sie brüllen nach Meinungsfreiheit, sobald sie jemand kritisiert, aber fordern Zensur, wenn sie mal selbst Gegenwind bekommen. Ihr heroischer Widerstand? Sich im Internet über vegane Würstchen aufregen oder am Stammtisch ausrechnen, wie viel „die Asylanten“ dem Steuerzahler kosten. Und wenn man sie daran erinnert, dass ihr größtes Leid ein vergriffener Aldi-Sonderposten ist, dann kreischen sie „Cancel Culture!“ und schwitzen in Panik ihre Polo-Ralph-Lauren-Kragen durch. In ihrer kleinen, perfekt temperierten Welt ist jede Veränderung eine Katastrophe - und jeder, der sie daran erinnert, dass sie nie wirklich Probleme hatten, ein linksgrüner Öko-Terrorist.
Beispielsatz: „Kevin ist so wohlstandsverwahrlost, dass er beim dritten Spanien-Urlaub in diesem Jahr darüber klagt, wie unfassbar schlecht es den Deutschen mittlerweile geht – während er am All-you-can-eat-Buffet nach seiner dritten Portion Gambas greift."
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Wutbürger (Substantiv, maskulin)
Ein professioneller Empörungstourist mit eingebautem Echauffier-Modus. Er durchstreift Kommentarspalten wie ein Grizzly den Wald – immer auf der Suche nach dem nächsten Aufregerthema. Ob Klimawandel, queere Sichtbarkeit oder Veganer – alles, was ihm nicht in seinen eingeschränkten Horizont passt, wird lautstark mit „ES REICHT!“ kommentiert.
Der Wutbürger ist nicht einfach nur genervt – er ist beleidigt, weil die Welt sich weiterdreht, während er noch versucht, das VHS-Programm von 1995 zu verstehen. Er fühlt sich verfolgt von einer „Dauerpräsenz“ von Dingen, die ihn absolut nichts angehen, hält es aber für seine Pflicht, in jeder Diskussion seinen Senf dazuzugeben – am besten in Großbuchstaben und mit mindestens drei Ausrufezeichen. Der Facebook-Algorithmus freut sich und versorgt ihn dank seines Dauergetippes mit noch mehr Content, über den er sich aufregen kann.
Weiterscrollen wäre eine Option, doch stattdessen fühlt sich der Wutbürger als letzter Verteidiger der „Normalität“, die er mit seiner Liebe zu Schnitzel, Diesel und heterosexuellem Händchenhalten verteidigt. Seine größte Angst? Dass der MDR in einer freien Entscheidung einen Film über den Holocaust zeigt – oder noch schlimmer: Dass jemand es wagt, ihn daran zu erinnern, dass Fleisch nicht auf Bäumen wächst. Er versteht die Welt nicht mehr, und das ist die Schuld von „den Linken“, „den Grünen“ oder einfach „der Gesellschaft“.
Sein Selbstbild? Ein unbeugsamer Kämpfer gegen den „Schuldkult“ und die „Erziehung durch die Medien“. Die Realität? Ein trotziges Kind im Körper eines Erwachsenen, das mit jeder Beleidigung in die Kommentarspalte ein digitales „Mimimi“ schreit.
Beispielsatz: „ES REICHT! Ich habe mit dem Holocaust nichts zu tun, und meine Eltern auch nicht! Warum müssen wir uns das IMMER WIEDER anschauen?!?!?!“
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Zensur (Substantiv, feminin)
Das ultimative Schlagwort für alle, die glauben, dass Meinungsfreiheit bedeutet, dass niemand jemals widersprechen darf. In Wirklichkeit ist Zensur das bequeme Argument für all jene, die nicht einsehen wollen, dass Konsequenzen nicht dasselbe sind wie Unterdrückung. Sobald Facebook einen Post löscht, der die Erdrotation infrage stellt, ist es natürlich ein Angriff auf die gesamte Menschheit.
Zensur ist die Ausrede für alle, die das Konzept von Verantwortung nicht verstehen.
Beispielsatz: „Facebook hat meinen Kommentar gelöscht! Die Zensur ist schlimmer als in Nordkorea!“
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