
1237 wird Berlin und Cölln, als Flecken (sehr kleine Dörfer), das erste Mal urkundlich, in einem kirchlichen Schreiben, erwähnt.
Auf dem Gebiet lebten, wahrscheinlich schon lange, eine Gruppe von ca. 100 Menschen, auf beiden Seiten der Spree, die als Spreeaner beschrieben wurden. Überall, auf dem Brandenburger Gebiet lebten slawische Stämme, während aus anderen Gebieten die Deutschen zuwanderten. Man vermutete, das sie slawischen Stämme verdrängt wurden. Aus archäologischen Funden weiß man aber inzwischen, das sie slawischen Stämme und die Deutschen sich verschmolzen und eine gemeinsame Sprache entwickelten, die dem Plattdeutsch sehr ähnlich war. Durch den Bau einer Brücke über die Spree wurde der Handel, zwischen den beiden Dörfern ausgebaut und um 1300 die erste Kirche (heute steht dort die Nikolai-Kirche, die als älteste Kirche Berlins gilt) errichtet.
Berlin wurde also nur so groß, weil sich sehr unterschiedliche Menschen zusammenschlossen, Brücken, Kirchen und Häuser, gemeinsam, bauten und Familien gründeten. Auch die unterschiedlichen Kriege übten später ihren Einfluss aus. Verwundete Soldaten aus Dänemark, Schweden, Spanien und anderen Ländern, blieben in Berlin, auch als sie längst wieder gesund waren. Auch sie halfen bei der Entwicklung weiter und heirateten.
Hätten die Deutschen und die slawischen Stämme sich so verhalten, wie die Menschen heute, wäre Berlin und Cölln wohl nur Dörfer geblieben und irgendwann vielleicht aufgegeben worden.
Nur Migration, die Aufnahme der Fremden und das gemeinsame Entwickeln hat Berlin und Brandenburg zu dem gemacht, was es heute ist.

