LOGBUCH EINER AUTINAUTIN | Eintrag 6 <

Ohman, das ist sooo eine Achterbahn!!! ![]()
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Schleuderfahrt von „himmelhoch jauchzend“
zu „zu Tode betrĂŒbt“.
Anstrengend!
Mitten in so ânem Burn-Out, vor allem. ![]()
Kommen wir gleich zum Status Quo:
Der ĂŒberzeugte Beschluss aus Eintrag 5, sogleich mit De-Maskierung zu beginnen, kann nicht mehr umgesetzt werden
Und das nervt gewaltigâŠ! ![]()
Denn es fĂŒhlte sich nach einer unglaublichen Chance an!
FĂŒr den Beginn eines neuen Lebens.
MEINES Lebens.
Vol.2 vom Blockbuster. ![]()
Warum muss er nun abgesagt werden?
Peinlich, banal.
Es ging von der Theorie â in die Praxis. ![]()
Plan: MenschleinkostĂŒm ablegen und raus in die Welt.
Und da wollte ich grad vom Blockbuster Vol. 2 schwÀrmen,
als mir plötzlich erst auffiel,
wie verwirrend es eigentlich fĂŒr die Zuschauer wĂ€re,
wenn mitten im Film – einfach Schauspieler ausgewechselt wĂŒrden! ![]()
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Zuschauer hassen sowas bekanntlich.
Mein Umfeld ist nur das KostĂŒm gewöhnt.
Die Autinautin kennen sie nicht.
In meinem Eifer habe ich den Faktor âsoziales Umfeldâ wohl etwas unterschĂ€tzt. ![]()
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 Korrektur zu Feld-Notiz Nr. 2, Eintrag 5:
Der Faktor âsoziales Umfeldâ wurde als âKleinigkeitâ fehlerhaft kategorisiert.
 Neue Einstufung:
Signifikant ausschlaggebende Variable, die weitere Beobachtungen und Analysen benötigt.
âŠ
SpĂ€testens jetzt wurde der Ăbermut meines epischen Blockbusters komplett weggeblasen â von einer eisigen Böe, die mich sofort erstarren und frösteln lieĂ. ![]()
Verdammt.
Es ist Angst.
Nicht gerade mein favorisierter Besucher. ![]()
Er nervt â
aber manchmal bringt er immerhin neue Erkenntnisse als Gastgeschenk mit. ![]()
 Diesmal brachte er das:
Warum begreifen schon kleine Kinder intuitiv,
dass sie besser einiges an sich verstecken?
Es muss also einen soliden Grund geben – und der ist:
Wer will bitte mehr negative soziale Erfahrungen machen, als unbedingt nötig?
Niemand.
Und das weià jedes Kind. ![]()
âŠ
Vor meinem inneren Auge beginnt nun ein Film:
Eine absurde Mischung aus kuratierten Szenen meiner Vergangenheit und der CrÚme-de-la-CrÚme an Worst-Case-Zukunftsvisionen. ![]()
Ich sehe ihn nicht gern â
aber er klÀrt mich schnell auf.
Warum ich mir dieses KostĂŒm zugelegt habe, ist jetzt völlig klar.
Das war keineswegs Selbstverrat!![]()
Im Gegenteil.
Es war ziemlich intelligent – Ăberlebens-Intelligenz! ![]()
……
Ich kenne da so eine Gegend.
Auf dem Heimweg von der Schule sollte dein Blick keineswegs von der StraĂe abweichen.
Sonst heiĂt es: âGlotz nicht! Sonst kotz ich!â
Und schneller, als ĂŒberhaupt jemand glotzen könnte:
âWillst du SchlĂ€ge?â ![]()
Die Zukunftsszenarien erspare ich hier.
Ich wollte schlieĂlich einen epischen Film voller Abenteuer und Fantasie.
Keinen verdammten Psycho-Thriller. ![]()
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Also, Angst â es reicht jetzt.
Geh doch mal weg!
Ein liebevoller Gedanke eilt mir zur Hilfe:
âDenk an deine Familie und deine engsten Freunde.
Die wĂŒrden dich deshalb doch niemals mobben oder verlassen!â
Klingt gut. ![]()
Zu gut.
Leider nicht ĂŒberzeugend, sorry. ![]()
Also legt er nach und wÀhlt dazu strategisch nun die Ich-Perspektive:
âMeine Liebsten wissen es eigentlich aber doch lĂ€ngst!
Sie merken, dass ich etwas verstecke.
Ich bin jemand anders vor ihnen – als „da drauĂen“.
Nicht ganz 100% Autinautin natĂŒrlich.
Der Kontrast zum Outdoor-KostĂŒm, ist aber deutlich genug. ![]()
Sie spĂŒren sicher, dass da noch viel mehr drunter schlummert…
Und trotzdem lieben sie mich.â
 ![]()
Vielleicht sogar grade „deshalb“ â
und gar nicht „trotzdem“? ![]()
Aber, wenn sie dann „das Ganze“ sehen??
Bis vor kurzem wusste ich nicht mal etwas davon – aber ich habe mir scheinbar schon frĂŒh einen Schutzpanzer zugelegt.
Er war mehr als sinnvoll, das war Ăberlebensintellligenz.
Und heute? ![]()
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Feld-Notiz:
Das Vorhaben der kompletten sofortigen De-Maskierung hat sich als schwarz-weiĂ-Denken gezeigt, das unserem Ziel nicht dienlich ist.
Maskierung hat sich als ĂŒberraschend wertvolle und notwendige FĂ€higkeit herausgestellt.
Weitere Forschungsfragen:
Ist der Schutzpanzer heute noch notwendig oder hinderlich?
Es wird eine Untersuchung unterschiedlicher sozialer Rahmen benötigt, um herauszufinden – ob die Antwort kontext-abhĂ€ngig variieren könnte.
——
Frage an Autinauten mit Praxis-Erfahrung:
Wie hat euer Umfeld auf eure De-Maskierung reagiert?
Welche Erfahrungen habt ihr damit gesammelt?
Eure Autinautin – ratlos und aufgeheitert durch Hyperfokus auf Forschung
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