
Die Gedenkstätte für, in der NS-Zeit getötete Sinti und Roma, gleich hinter dem Brandenburger Tor, ist vielen Menschen bekannt. Weniger bekannt ist die Gedenkstätte „Zwangslager“ in Berlin-Marzahn.
Bereits 1934 plante das Wohlfahrtsamt Berlin und die Berliner Polizei ein Lager, zur Unterbringung und zur Zwangsarbeit von Sinti und Roma, wobei das Lager von der Berliner Polizei bewacht werden sollte.
Anlässlich der Olympischen Spiele, in Berlin, sollten dieser Planungen beschleunigt und umgesetzt werden.
Im Mau 1936 wurde der sogenannte „Zigeunerrastplatz“ in Berlin-Marzahn errichtet, der hauptsächlich aus Wohn- und Bauwagen bestand, sowie aus einer Hütte.
Am 16. Juli 1939 wurden 400 Sinti, in Berlin und Umgebung verhaftet und im Lager interniert, wobei sehr viel mehr Menschen verhaftet wurden, einige wurden aber freigelassen, mit der Auflage, Deutschland oder Berlin zu verlassen, sodass letztendlich 400 Personen gefangen gehalten wurden.
Ab dem 14. Dezember 1937 änderte sich, durch verschiedene Verschärfungen, die Lage und Roma wurden festgenommen. Während die Männer in Sachsenhausen inhaftiert wurden, verbleiben Frauen und Kinder im Lager Marzahn. Bereits im September 1937 war das Lager, mit 150 Wohnwagen, überfüllt.
Wahrscheinlich wurde das Lager Marzahn am 1. März 1943 aufgelöst und die Inhaftierten nach Auschwitz, ins sogenannte „Zigeunerlager“ deportiert, wo nur wenige Menschen überlebten.
Quelle:
Wikipedia, Zwangslager Berlin-Marzahn, https://de.wikipedia.org/wiki/Zwangslager_Berlin-Marzahn
Gedenkstätte „Zwangslager Berlin-Marzahn“, https://www.gedenkstaette-zwangslager-marzahn.de/
Buchtipp:
Otto Rosenberg, „Das Brennglas“ https://www.wagenbach.de/buecher/titel/das-brennglas.html

