Brandner schwadroniert vom angeblich „staatsgeldfinanzierten Lotterleben“ der „Antifa“.
Dann fabuliert er davon, die „Antifanten“ müssten morgens aufstehen, sich waschen, Zähne putzen, Haare kämmen und endlich „was Produktives tun“.
Dann fabuliert er davon, die „Antifanten“ müssten morgens aufstehen, sich waschen, Zähne putzen, Haare kämmen und endlich „was Produktives tun“.
Das ist keine politische Analyse.
Das ist Stammtischplatte mit Mikrofon und Bundestagsausweis.
Schon die Grundlage ist Mumpitz: „Die Antifa“ als zentral organisierte Truppe gibt es nicht. Es gibt unterschiedliche antifaschistische Gruppen, Initiativen und Menschen.
Und das angebliche „staatsgeldfinanzierte Lotterleben“? Brandner liefert dafür keinen Beleg. Statt Fakten gibt’s das Klischee: faul, ungepflegt, arbeitslos.
Wie praktisch!
Wer politische Gegner*innen nicht argumentativ stellen kann, erklärt sie zu arbeitsscheuen Schmuddelkindern.
Und dann: „Stasi in die Produktion“ – übertragen auf „Antifa“.
Da platzt mir endgültig die Bärennaht.
Die Stasi war der staatliche Geheimdienst und Repressionsapparat einer Diktatur. Sie überwachte und verfolgte Menschen. Die Parole von 1989 richtete sich gegen diesen Apparat.
Brandner nimmt also eine Parole der Friedlichen Revolution gegen staatliche Unterdrückung und münzt sie auf heutige politische Gegner*innen um.
Historischer Vergleich auf Wish bestellt.
Und dann: „Die müssen keine Angst vor uns haben.“
Kurz darauf erklärt er, ihr „Lotterleben“ neige sich dem Ende zu und dafür werde die AfD sorgen.
Ach so. Keine Angst haben – nur schon mal angekündigt bekommen, dass nach einem politischen Machtwechsel Schluss mit dem bisherigen Leben sein soll.
Beruhigend wie: „Keine Sorge, der Bär beißt nicht“, während ich schon die Serviette umbinde.
Man muss Brandner nichts andichten. Seine eigenen Worte reichen.
Feindbild bauen. Staatsknete unterstellen. Menschen als faul und ungepflegt verhöhnen. Stasi-Vergleich draufklatschen. Drohkulisse hinterherschieben.
Das ist kein Argument gegen Antifaschismus.
Das ist Hetz-Remix mit DDR-Sample.
Nicht Antifaschismus ist das Problem.
Faschismus ist das Problem.
Quelle – Video zu Brandners Rede:

