ER NENNT ES SOZIALSCHMAROTZEN.
WIR NENNEN ES KLASSENVERACHTUNG
Alexander Dobrindt hat mal wieder ein Problem entdeckt.
Welches? Explodierende Mieten? Altersarmut? Überlastete Schulen? Marode Krankenhäuser?
Nein nein.
Sein Problem sind Menschen, die mit 563 Euro Bürgergeld im Monat über die Runden kommen sollen.
563 Euro!
Eine Summe, die in manchen Städten bereits nach Miete, Strom und den üblichen Preissteigerungen eher nach Überlebensübung als nach komfortablem Leben klingt.
Dobrindt hingegen verdient als Bundesminister ein Vielfaches davon.
Monat für Monat.
Jahr für Jahr.
Doch ausgerechnet Menschen am unteren Ende der Gesellschaft sollen angeblich zu viel bekommen.
Das ist schon bemerkenswert.
Der Mann, dessen bekanntestes politisches Projekt die gescheiterte Pkw-Maut war, die den Steuerzahler Millionen kostete, erklärt nun Menschen, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen, wo gespart werden kann.
Gleichzeitig warnt er regelmäßig vor den Gefahren des Linksextremismus. Man könnte fast meinen, die größte Bedrohung für Deutschland seien nicht rechtsextreme Netzwerke, Hasskriminalität oder demokratiefeindliche Bewegungen, sondern Menschen, die bezahlbaren Wohnraum, höhere Löhne und soziale Sicherheit fordern.
Manchmal frage ich mich, wie Politik aussehen würde, wenn Minister einen Monat lang von dem leben müssten, was sie anderen als ausreichend verkaufen wollen.
Vielleicht würden dann manche Debatten plötzlich ganz anders geführt.
Aber vermutlich wäre dann die wahre Gefahr für Deutschland nicht mehr der Bürgergeldempfänger, sondern die nächste Supermarktrechnung!
Dobrindt und die gesamte CDU-Fettnäpfchen-Inkompetenz macht es sich zur Aufgabe, nach unten zu treten und dabei die Brandmauer mit dicken Feuerwehrschläuchen zu löschen.
Leute, noch 3 Jahre. Bleibt tapfer und kämpft ✊🏼

