An die ganzen „stolzen Patrioten“ da draußen:
Ja, richtig gelesen. 😌
„Kölle Alaaf“ bedeutet sinngemäß tatsächlich: „Köln über alles“ oder „Köln vor allem anderen“.
Der Ruf geht auf das kölsche „all af“ zurück. Als Jubel- und Trinkspruch ist „Alaaf“ schon seit etwa 1550 belegt – aus einer Zeit, in der das Gebiet des heutigen Deutschlands noch aus zahlreichen Herrschaftsgebieten bestand.
Lokalpatriotismus mit ordentlich Patina also.
Und heute?

Köln ist immer noch dermaßen lokalpatriotisch, dass selbst die falsche Karnevalsbegrüßung diplomatische Verwicklungen mit Düsseldorf auslösen kann. 😏
Links- oder rechtsrheinisch, Veedel gegen Veedel – und wehe, jemand behauptet, Düsseldorf hätte das bessere Bier.
Und trotzdem bedeutet dieser Lokalstolz nicht:
„Wer anders ist, gehört hier nicht hin.“
Köln gilt heute als weltoffene, vielfältige Stadt – ohne deshalb seine Traditionen oder seine kölsche Identität an der Garderobe abzugeben.
Auch politisch ist der Unterschied bemerkenswert:
Bei der Bundestagswahl 2025 bekam die AfD in Köln weniger als die Hälfte ihres bundesweiten Zweitstimmenanteils: 10,0 % in Köln gegenüber 20,8 % bundesweit.
Und auch heute lohnt sich ein Blick auf die Relationen: In bundesweiten Sonntagsfragen liegt die AfD teils bei rund 28 %.
Das ist erschreckend viel. Keine Frage.
Es bedeutet aber eben auch: Rund 72 % der Befragten entscheiden sich nicht für die AfD.
Die Rechtsextremen sind laut. Aber sie sind nicht „das Volk“.
Vielleicht können sich manche selbsternannten „Patrioten“ von Köln also tatsächlich etwas abschauen:
Man kann seine Stadt lieben, ohne andere Menschen abzuwerten.
Man kann Traditionen pflegen und trotzdem weltoffen sein.
Man kann Heimat lieben, ohne dafür ein Feindbild zu brauchen.
Oder kurz:
Kölle Alaaf – Menschenfeindlichkeit kann fott. 😉
.. ✊🐻🪓🔥
#AfDVerbotJetzt

