
Die Villa „Buth“ wurde, vermutlich, 1893, in Kirchberg bei Jülich, von dem Papierfabrikanten Carl Eichhorn, für seine Tochter und ihrem Ehemann, erbaut.
1941/1942 wurde sie als sogenanntes „Judenhaus“ genutzt. Dort wurden Juden, aus dem Kreis Jülich, später auch aus dem Kreisen Düren und Erkelenz, festgehalten, die dann in KZs deportiert wurden.
Die Männer mussten, bis sie deportiert wurden, Zwangsarbeit an der heutigen Bundesstraße B 258, leisten.
Mit dem 24. März 1941, an dem alle Juden per Entscheidung des Landrates spätestens einziehen mussten, befanden sich 96 Menschen in der Villa. 127 der internierten Personen sind namentlich bekannt. Am 25. Juli 1942 wurden die letzten Bewohner Richtung Osten deportiert.
Das Gebäude und Anwesen wird seit dem Jahr 2000 nicht mehr genutzt und steht leer. Es befindet sich heute im Zustand einer Ruine, obwohl es in der Denkmalliste eingetragen ist. Der Eigentümer, es befindet sich immer noch im Familienbesitz, möchte, laut dem Schwarzbuch der Denkmalschutzbehörde, das Gebäude abreißen lassen.
Der geplante Abriss des Gebäudes, zum Zweck der Erweiterung von Firmengebäuden, stößt, in der Bevölkerung, auf Ablehnung. Man möchte eher das Gebäude saniert sehen und zu einem Gedenkort machen.
Anzumerken ist, das die Politik, in Deutschland, kaum Wert auf den Erhalt von geschichtsträchtigen Gebäuden legt, so dass Gebäude auch dann abgerissen werden können, wenn sie eigentlich unter Denkmalschutz stehen. Mit dem Abriss der Gebäude verschwinden aber Geschichte und die Auswirkungen sehen wir z.B. in der Holocaustleugnung.
Quellen:
http://www.limburg-bernd.de/Dueren/DenkJue/Nr.%2057.htm

