
Vom 28. Juni bis zum 28. Juli 2026 ist LGBTQ-Pride-Monat und natürlich setzt auch die Deutsche Bahn ein Zeichen, in dem sie EINEN Zug, von rund 400 Zügen, mit einer Regenbogenflagge bemalt.
Dieser eine Zug reichte der AfD bereits aus, eine Sondersitzung im Bundestag zu beantragen (82. Sitzung vom 10.06.2026. TOP 6) um der Deutschen Bahn AG die Nutzung der Regenbogenflagge untersagen zu lassen (ist natürlich nicht passiert).
Wohlgemerkt: Die AfD hat nicht etwa Anträge zu Streckensanierungen oder Aktivierungen gestellt, wollte nicht Gleis- und andere Anlagen modernisiert oder wenigstens saniert wissen, sie wollte nur nicht, das ein Zug mit der Regenbogenflagge durch Deutschland fährt.
Ich kenne nicht einen Fahrgast, der von A nach B fährt und sich für die Bemalung oder Beschriftung von Zügen interessiert. Fahrgäste wollen, dass Züge pünktlich sind, nicht auf Strecken liegen bleiben, sie Anschlüsse bekommen und nicht in Gängen sitzen oder stehen müssen. Dazu stellt die AfD aber keine Anträge, denn sie Bedürfnisse von Fahrgästen und Mitarbeitern, der Bahn, sind Nebensache.
Abgesehen davon, das man, bei den Reden der AfD, unwillkürlich lachen und den Kopf schütteln musste und das es vielen Abgeordneten im Bundestag so ging, sind das Steuergelder, die für solche Anträge aus dem Fenster geworfen werden.
Deutschland hat wahrlich genug Probleme, genauso, wie die Bahn, über die man dringend reden muss. Ein Zug mit einer Regenbogenflagge gehört allerdings nicht zu den Problemen.
Quelle:
Deutscher Bundestag, 82. Sitzung vom 10.06.2026. TOP 6: Regenbogenbeflaggung bei der Deutschen Bahn, https://youtu.be/dhEIPzUpk5w?si=ysobYuIBQSUJUMU-

