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Der Unterschied zwischen Journalisten und Aktivisten

[caption id="attachment_4033" align="aligncenter" width="632"] KI-Symbolbild[/caption]

 

Zwischen Journalisten, wozu auch Pressefotografen gehören, und Aktivisten, gibt es erhebliche Unterschiede.

 

Ein Journalist hat, gemäß dem Pressekodex, zu handeln, der vom Presserat, festgelegt wurde. Er ist optisch, aber auch durch Handlungen, klar als Nichtteilnehmer der Veranstaltung/Demo, zu erkennen. Der Veranstaltungsort ist sein Arbeitsplatz und nicht der Ort seiner persönlichen Meinungen oder Interessen. Ein Journalist nimmt keine Position ein und bezieht nicht Partei für eine Seite, während der Veranstaltung.

Ein Fotograf macht Übersichtsbilder, vermeidet Portraits, außer, sie werden ihm ausdrücklich genehmigt. Ein Journalist (Reporter) sucht sich Gesprächspartner oder berichtet, werte neutral, von der Veranstaltung. Was er nicht macht, ist Personen zu Interviews zu nötigen, ihnen ungefragt ein Mikrofon unter die Nase zu halten und respektiert auch ein Nein.

Ein Aktivist vertritt, von vornherein, eine Position, die er auch in Gesprächen aufnötigen will. Er respektiert kein NEIN, führt Diskussionen mit Menschen, die ebenfalls seine Sache vertreten, um Bestätigung zu erhalten und nötigt Gegner zu Aussagen, denen er widerspricht.

Während Journalisten und Pressefotografen den Anweisungen der Polizei, manchmal auch widerwillig, Folge leisten, diskutiert ein Aktivist mit der Polizei über seine vermeintlichen Rechte und provoziert auch eine Festnahme.

Journalisten arbeiten, hauptberuflich, für ein Medienunternehmen oder eine Nachrichtenagentur, wobei sie als festangestellte, wie auch als freiberufliche Mitarbeiter tätig sind. Seit einigen Jahren werden auch Blogs als journalistische Arbeit eingestuft, wenn sie tatsächlich journalistische Arbeit leisten, Medienberichte über aktuelle Themen erstellen, über News berichten und mit eigenem Material (Video, Foto) unterfüttern.

Aktivisten arbeiten, in der Regel, nicht für ein Medienunternehmen oder eine Nachrichtenagentur, sondern erstellen Beiträge für Blogs und Videoplattformen, die sie monetarisieren und sich, weitergehend, über Spenden finanzieren. Ihre Beiträge zeigen deutlich ihre Einstellung und ihre Zustimmung zu einer Seite, während die andere Seite herabgewürdigt wird. Beiträge werden grundsätzlich nicht eingeordnet.

Natürlich darf auch ein Journalist seine eigenen Ansichten einbringen, wenn diese, als solche, klar gekennzeichnet sind. Ebenfalls ist ein Journalist verpflichtet, sich gegen verfassungsfeindliche Aktivitäten zu stellen und über die zu berichten.

Journalisten greifen niemanden an, beschimpfen niemanden, werfen keine Gegenstände oder Böller und wenden sich, bei Fragen an die Pressestellen, während Aktivisten sich auch aktiv beteiligen.

Die Unterschiede zwischen Journalisten und Aktivisten sind also erheblich, auch wenn manche Aktivisten tatsächlich einen Presseausweis besitzen, der vom Presserat genehmigt ist.