
Lobbyismus war schon immer ein Problem, aber gerade in der Automobilbranche sieht man, wie Lobbyismus schadet.
Bereits in den 2010 Jahren wurde ein E-Fahrzeug, genannt „Lekka-Mobil“ vorgestellt, dass 600 km, ohne Stromtanken, zurückgelegt hatte. Das Lekka-Mobil war ein umgebauter Audi A2, der 2010, von München nach Berlin fuhr.
Man hätte annehmen können, das sich die deutschen Automobilfirmen, wie VW, Mercedes, Porsche und Audi, auf das Fahrzeug stürzen, es weiterentwickeln und herausbringen. Nicht die Deutschen Unternehmen erkannten das Potenzial, sondern China.
Lobbyisten sind Personen, die die Interessen von Unternehmen, Unternehmenszweigen und Unternehmerverbände, gegenüber der Politik, vertreten und diese Unternehmen waren weiterhin am Bau von Fahrzeugen interessiert, die fossile Brennstoffe verbrennen. Dementsprechend wurden Politiker und die Gesetzgebung beeinflusst. Die Lobbyisten überreichten den Politikern die Gesetzestestwünsche, die zum Teil, von der Regierung, dann 1:1 übernommen wurde.
In China machte man sich an die Entwicklungsarbeit von E-Fahrzeugen, während deutsche Unternehmen SUVs auf den Markt brachte. E-Fahrzeuge benötigen, ab und zu, neue Batterien und auch das übernahm China und baute Fabriken, während die Lobbyisten dafür sorgten, das sieh in Deutschland nichts verändert und die Regierung sich auf den spritfressenden Fahrzeugverkehr konzentriert.
Zwar haben die deutschen Automobilfirmen sich an Hybrid-Fahrzeuge versucht, die aber teuer und unzuverlässig waren und immer noch Sprit verbrauchten.
Prototypen, wie Fahrzeuge, die zwar E-Autos waren, allerdings über Sonnenenergie geladen wurden, haben es nie zu einer Serienreife geschafft.
Die deutschen Unternehmen setzten auch weiterhin auf schnelle und klobige Fahrzeuge, nach dem Motto: Entweder 300 km/h oder/und 4 Tonnen schwer.
Nach und nach verlor die Deutsche Autoindustrie den Anschluss am Weltmarkt. Auch, als klar war, dass die Zukunft „E-Autos“ heißt, man begann, kostengünstige Stromzapfsäulen aufzustellen, hielt man weiter am Verbrenner fest und E-Autos waren nur ein Nischenangebot.
Inzwischen sind die deutschen Automobilhersteller weit abgeschlagen und US-Zölle verschärfen es noch.
Die deutsche Automobilindustrie befindet sich im Niedergang, weil Lobbyisten ihren Job machten, als schon längst abzusehen war, dass Verbrenner ein Auslaufmodell sind.
Die Folge, aus Fehlentscheidungen im Unternehmensmanagement, politischer Beeinflussung mit der Auswirkung auf Gesetze, die nicht der Entwicklung entsprechen, ist, das VW plant, 100.000 Stellen abzubauen und 4 Werke zu schließen.
Der Abbau der Stellen passiert nicht von heute auf morgen. Stellen, die frei werden, werden nicht neu besetzt, man wird Mitarbeitern eine Versetzung anbieten und anderen eine Abfindung, aber um Entlassungen wird man nicht herumkommen. Menschen werden ihren Job verlieren und kaum noch einen anderen Arbeitsplatz, in der Industrie, finden. Zu verdanken haben sie das eine Automobilindustrie, die sich nicht auf die Zukunft einstellen konnte und Lobbyisten, die für die Unternehmen, die Politik beeinflussten.
Quellen:
Der Spiegel, 26.10.2010, „Rekorddistanz mit einer Akkuladung“, https://www.spiegel.de/fotostrecke/elektroauto-lekker-mobil-rekorddistanz-mit-einer-akkuladung-fotostrecke-60927.html
NDR, 26.06.2026, Stellenabbau bei Volkswagen: VW will 100.000 Jobs streichen – vier Werke auf der Kippe -, https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/vw-will-100000-jobs-streichen-vier-werke-auf-der-kippe,vw-1152.html

