Nu gugge ma … eben nicht.
Auf den ersten Blick siehst du nur die Kreuzung „In den Ministergärten“ und „Gertrud-Kolmar-Straße“. Ein paar Bäume, Wohnhäuser und Asphalt.
Aber genau hier verdichtet sich deutsche Geschichte auf wenigen Metern.
🌿 Die Ministergärten waren einst die Gärten der preußischen Minister.
🏛️ Später entstand rund um die Wilhelmstraße das politische Machtzentrum Preußens und später des Deutschen Reiches.
☠️ Während der NS-Diktatur befanden sich nur wenige Schritte entfernt die Reichskanzlei und der Führerbunker. Von hier aus wurden Krieg und millionenfacher Mord organisiert.
🅿️ Dort, wo sich einst der Führerbunker befand, liegt heute bewusst eine unscheinbare Fläche mit Parkplatz. Das geschah nicht zufällig: Der Ort sollte kein Wallfahrtsort für Neonazis werden. Geschichte wird hier nicht glorifiziert – sie wird erinnert und eingeordnet.
🧱 Nach dem Krieg verlief hier später der Berliner Mauerstreifen. Genauer gesagt befand sich hier der Todesstreifen – der streng bewachte Bereich zwischen den Grenzanlagen, in dem Flucht verhindert werden sollte. Jahrzehntelang trennte die Mauer Menschen voneinander.
🕊️ Heute wohnen hier wieder Menschen. Kinder spielen zwischen Bäumen, Autos parken dort, wo einst Geschichte geschrieben wurde – im Guten wie im Schlechten.
Und die Gertrud-Kolmar-Straße erinnert an die jüdische Dichterin Gertrud Kolmar, die 1943 in Auschwitz ermordet wurde. Ihr Name steht heute genau dort, wo das NS-Regime einst seine Macht inszenierte.
Geschichte verschwindet nicht, nur weil neue Häuser gebaut werden.
Manchmal steht sie einfach an einer Straßenecke und wartet darauf, dass jemand hinschaut.
.. ✊🐻🪓🔥
#AfDVerbotJetzt

