Zitat von Druckbrot am 8. September 2026, 20:36 UhrDie ersten Beiträge der Aktion Stadtbild zeigen, wie aus Briefkästen, Bahnhöfen, Gartenpfählen und einem Wunschbaum sichtbare Haltung wird. Jetzt fehlen noch eure Straßen.
Es gibt Orte, die jeden Tag von Hunderten Menschen gesehen werden und trotzdem aussehen, als fühle sich niemand für ihre Stimmung zuständig. Unterführungen, Bahnsteige, Mauern, Zäune und die grauen Ecken, an denen man vorbeigeht, weil man gestern schon daran vorbeigegangen ist.
Seit dem 1. September verändert sich an einigen dieser Orte etwas. Die ersten Beiträge unserer Aktion Stadtbild sind eingetroffen. Sie zeigen, dass ein Stadtbild keine feststehende Kulisse ist. Es verändert sich, sobald jemand Papier, Farbe, Restholz, eine Fahne oder ein wenig Zeit nimmt und damit vor die eigene Haustür geht.
Gudrun hat ihren Briefkasten zu einem kleinen öffentlichen Ort der Haltung gemacht. Ein Gegenstand, den Nachbarn, Spaziergänger und Zusteller täglich sehen, trägt jetzt eine Botschaft. Der Aufwand passt vermutlich in eine Kaffeepause. Die Wirkung bleibt deutlich länger.
Andi hat in Stuttgart und Pforzheim-Eutingen ganze Serien farbiger Botschaften an Bahnhöfen, Unterführungen und Brücken angebracht. Orte des Wartens und Durchlaufens werden dadurch zu kleinen Ausstellungen. Zwischen Beton, Fliesen, Gleisen und Verkehr steht plötzlich: „Jeder Demokrat ist Antifa.“ Daneben hängen Gedanken, Farben und Sätze, die Menschen für einen Moment aus ihrem täglichen Weg herausholen.
Die OMAS GEGEN RECHTS aus Wedel haben auf dem Sozialmarkt einen Demokratiewunschbaum aufgestellt. Besucher konnten ihre Wünsche und Gedanken aufschreiben und an den Baum hängen. Aus einem einzelnen Aufbau wurde eine gemeinsame Aktion. Jeder neue Zettel machte sichtbar, was Demokratie ohnehin braucht: Menschen, die sich beteiligen. Oder, wie die OMAS selbst schreiben: „Demokratie lebt vom Mitmachen.“
Realitycode zeigt, was aus übrig gebliebenen Gartenpfählen werden kann. Daraus entstanden kleine Demonstrationsschilder für Gartenzwerge und deutliche Hinweise für Hundehaufen. Einer der Sätze lautet: „Kein Sex mit Nazis.“ Politische Einordnung, praktische Resteverwertung und Gartenkultur sind damit für dieses Jahr vermutlich ausreichend zusammengeführt.
Eine anonyme Einsendung kommt aus einem Dorf mit gerade einmal 60 Einwohnern. Dort wird über Politik gewöhnlich wenig gesprochen. Eine Regenbogenfahne am Haus wirkt auf einem Foto vielleicht wie eine kleine Geste. An einem Ort, an dem jeder jeden kennt und sichtbare Haltung sofort einer Person zugeordnet wird, kann sie erheblich größer sein.
Die bisherigen Beiträge unterscheiden sich in Größe, Material und Idee. Gemeinsam ist ihnen ein einfacher Moment: Jemand hat angefangen.
Dafür brauchte es keine vollständig gestaltete Hauswand, kein Veranstaltungsteam und keinen Förderantrag über 46 Seiten. Das Materialbudget reicht vom Blatt Papier bis zum Stück Restholz. Manche Beiträge sind deutlich politisch, andere freundlich, verspielt oder komisch. Einige verändern einen Bahnhof. Andere verändern einen Briefkasten.
Genau dadurch wird Das Stadtbild schöner.
Schöner bedeutet hier mehr als dekorativer. Ein Ort wird schöner, wenn Menschen dort Solidarität finden. Wenn eine demokratische Haltung sichtbar wird. Wenn ein Satz Mut macht, eine Fahne Zugehörigkeit zeigt oder ein Gartenzwerg ausnahmsweise eine vernünftige politische Position vertritt.
Die ersten Einsendungen sind ein Anfang und eine Einladung. In der Galerie der Aktion Stadtbild könnt ihr sehen, was bisher entstanden ist. Dort soll in den kommenden Wochen noch sehr viel mehr dazukommen: Fenster, Balkone, Gärten, Fahrräder, Läden, Vereine, Bücherschränke, Dorfplätze und all die Stellen, für die ihr eine eigene Idee habt.
Wer gerade denkt, die eigene Aktion sei zu klein, hat bereits eine mögliche Aktion. Ein handgeschriebener Satz im Fenster reicht. Eine kleine Fahne reicht. Ein gereinigter Stolperstein, ein gefüllter Bücherschrank oder ein Schild am Gartenzaun reicht. Entscheidend ist, dass es anschließend im echten Leben sichtbar ist.
Setzt eure Idee um, fotografiert das Ergebnis und reicht eure Aktion über das Formular ein. Ihr könnt auch mehrere unterschiedliche Aktionen einsenden.
Einsendeschluss ist der 28. September 2026 um 23:59 Uhr.
Preise gibt es ebenfalls. Die Galerie soll trotzdem größer werden als der Preistisch.
Macht etwas sichtbar. Zeigt uns euren Briefkasten, euren Bahnhof, euren Garten, euer Dorf oder eure Straße. Das Stadtbild wird menschlicher, sobald Menschen damit anfangen.
Und wie die ersten Einsendungen zeigen: Es wird bereits schöner.
Es gibt Orte, die jeden Tag von Hunderten Menschen gesehen werden und trotzdem aussehen, als fühle sich niemand für ihre Stimmung zuständig. Unterführungen, Bahnsteige, Mauern, Zäune und die grauen Ecken, an denen man vorbeigeht, weil man gestern schon daran vorbeigegangen ist.
Seit dem 1. September verändert sich an einigen dieser Orte etwas. Die ersten Beiträge unserer Aktion Stadtbild sind eingetroffen. Sie zeigen, dass ein Stadtbild keine feststehende Kulisse ist. Es verändert sich, sobald jemand Papier, Farbe, Restholz, eine Fahne oder ein wenig Zeit nimmt und damit vor die eigene Haustür geht.
Gudrun hat ihren Briefkasten zu einem kleinen öffentlichen Ort der Haltung gemacht. Ein Gegenstand, den Nachbarn, Spaziergänger und Zusteller täglich sehen, trägt jetzt eine Botschaft. Der Aufwand passt vermutlich in eine Kaffeepause. Die Wirkung bleibt deutlich länger.
Andi hat in Stuttgart und Pforzheim-Eutingen ganze Serien farbiger Botschaften an Bahnhöfen, Unterführungen und Brücken angebracht. Orte des Wartens und Durchlaufens werden dadurch zu kleinen Ausstellungen. Zwischen Beton, Fliesen, Gleisen und Verkehr steht plötzlich: „Jeder Demokrat ist Antifa.“ Daneben hängen Gedanken, Farben und Sätze, die Menschen für einen Moment aus ihrem täglichen Weg herausholen.
Die OMAS GEGEN RECHTS aus Wedel haben auf dem Sozialmarkt einen Demokratiewunschbaum aufgestellt. Besucher konnten ihre Wünsche und Gedanken aufschreiben und an den Baum hängen. Aus einem einzelnen Aufbau wurde eine gemeinsame Aktion. Jeder neue Zettel machte sichtbar, was Demokratie ohnehin braucht: Menschen, die sich beteiligen. Oder, wie die OMAS selbst schreiben: „Demokratie lebt vom Mitmachen.“
Realitycode zeigt, was aus übrig gebliebenen Gartenpfählen werden kann. Daraus entstanden kleine Demonstrationsschilder für Gartenzwerge und deutliche Hinweise für Hundehaufen. Einer der Sätze lautet: „Kein Sex mit Nazis.“ Politische Einordnung, praktische Resteverwertung und Gartenkultur sind damit für dieses Jahr vermutlich ausreichend zusammengeführt.
Eine anonyme Einsendung kommt aus einem Dorf mit gerade einmal 60 Einwohnern. Dort wird über Politik gewöhnlich wenig gesprochen. Eine Regenbogenfahne am Haus wirkt auf einem Foto vielleicht wie eine kleine Geste. An einem Ort, an dem jeder jeden kennt und sichtbare Haltung sofort einer Person zugeordnet wird, kann sie erheblich größer sein.
Die bisherigen Beiträge unterscheiden sich in Größe, Material und Idee. Gemeinsam ist ihnen ein einfacher Moment: Jemand hat angefangen.
Dafür brauchte es keine vollständig gestaltete Hauswand, kein Veranstaltungsteam und keinen Förderantrag über 46 Seiten. Das Materialbudget reicht vom Blatt Papier bis zum Stück Restholz. Manche Beiträge sind deutlich politisch, andere freundlich, verspielt oder komisch. Einige verändern einen Bahnhof. Andere verändern einen Briefkasten.
Genau dadurch wird das Stadtbild schöner.
Schöner bedeutet hier mehr als dekorativer. Ein Ort wird schöner, wenn Menschen dort Solidarität finden. Wenn eine demokratische Haltung sichtbar wird. Wenn ein Satz Mut macht, eine Fahne Zugehörigkeit zeigt oder ein Gartenzwerg ausnahmsweise eine vernünftige politische Position vertritt.
Die ersten Einsendungen sind ein Anfang und eine Einladung. In der Galerie der Aktion Stadtbild könnt ihr sehen, was bisher entstanden ist. Dort soll in den kommenden Wochen noch sehr viel mehr dazukommen: Fenster, Balkone, Gärten, Fahrräder, Läden, Vereine, Bücherschränke, Dorfplätze und all die Stellen, für die ihr eine eigene Idee habt.
Wer gerade denkt, die eigene Aktion sei zu klein, hat bereits eine mögliche Aktion. Ein handgeschriebener Satz im Fenster reicht. Eine kleine Fahne reicht. Ein gereinigter Stolperstein, ein gefüllter Bücherschrank oder ein Schild am Gartenzaun reicht. Entscheidend ist, dass es anschließend im echten Leben sichtbar ist.
Setzt eure Idee um, fotografiert das Ergebnis und reicht eure Aktion über das Formular ein. Ihr könnt auch mehrere unterschiedliche Aktionen einsenden.
Einsendeschluss ist der 28. September 2026 um 23:59 Uhr.
Preise gibt es ebenfalls. Die Galerie soll trotzdem größer werden als der Preistisch.
Macht etwas sichtbar. Zeigt uns euren Briefkasten, euren Bahnhof, euren Garten, euer Dorf oder eure Straße. Das Stadtbild wird menschlicher, sobald Menschen damit anfangen.
Und wie die ersten Einsendungen zeigen: Es wird bereits schöner.
