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Der Ursprung von Halloween

Wenn man "Halloween" nicht amerikanisch ausspricht, also "Hellowin", sondern so, wie es geschrieben ist, kann man schon fast auf den Ursprung kommen.

Der vermutliche Ursprung liegt im keltischen. 

Die Kelten kamen vermutlich ab etwa 500 v. Chr. nach Irland; keltische Sprache und Kultur prägten die Insel dann über viele Jahrhunderte. Eine genaue „Ankunft“ lässt sich nicht festlegen, denn die keltische Kultur verbreitete sich wahrscheinlich schrittweise.

Sie bestand in Irland auch nach der Christianisierung ab dem 5. Jahrhundert n. Chr. fort. Die Wikingerüberfälle ab dem späten 8. Jahrhundert beendeten sie nicht; keltische Sprache und Traditionen sind bis heute Teil der irischen Kultur.

Über das Fest und seine Durchführung ist nur wenig bekannt. Das Meiste beruht auf mündliche Überlieferungen. Nach unserer heutige Zeitrechnung wurde das Samhain-Fest am 1. November eines jeden Jahres gefeiert, wenn die Ernte eingebracht war und die ersten Herbststürme über das Land zogen. Nach der Überlieferung wurden Feuer entzündet, um den Verstorbenen den Weg in die Gesellschaft zu weisen, wo sie, im Kreise ihres Stammes feierten. Nach der Überlieferung war die Zeit der Herbststürme die Zeit, wo die Welt der Lebenden und Toten sich am nächsten waren.

Auch nach der Christianisierung wurde das Fest gefeiert und verschmolz später mit dem katholischen Fest "Allerheiligen".

Die Iren wanderten über Jahrhunderte aus. Die größte Auswanderungswelle, in Richtung der USA, war um 1840.

Sie blieben ihrer Herkunft, auch in der Ferne, eng verbunden und feierten ihre Feste, unter anderem, das Samhain-Fest, in ihren neuen Heimatländern.

Das heutige Halloween, so, wie wir es inzwischen kennen, hat aber nicht mehr viel mit dem eigentlichen Samhain-Fest gemeinsam.

Das heutige Halloween, wie es inzwischen auch, aus den USA, nach Europa geschwappt ist, ist eher ein Fest der Kinder. Sie verkleiden sich, klingeln an Türen und fragen nach "Süßem oder Saurem", wobei sie es auch mit Streichen verbinden.

Das ursprüngliche Fest war eine Einladung an die Verstorbenen, wobei den Verstorbenen Gaben dargereicht wurden.

In unterschiedlichen Formen ist auch in Deutschland das  Samhain-Fest erhalten geblieben. So stellt man am 1. November Grablichter auf die Friedhofsgräber auf, die den Toten den Weg weisen sollten. Das Ablegen von Nahrungsmitteln, auf Gräber, ist allerdings, in Deutschland, verboten.

Eine Abwandlung findet sich in den Rauhnächten, die, bei uns, vom 24. Dezember  bis 6. Januar begangen werden.

In Norddeutschland gab es den Aberglauben, das in diesen Nächten die, auf See gebliebenen Seefahrer, dem Meer entsteigen, um ihre Familien zu besuchen. Auch die "Sichtung" von "Geisterschiffen, die sich, in der Zeit vom Meeresboden erheben sollen und über die See gleiten, gehört zu Sagen und Legenden.

Halloween hat also einen Ursprung, der nicht in den USA liegt, wurde dort aber zu etwas gemacht, worüber sich Kinder freuen und die Erwachsenen dann häufig mit dem Kopf schütteln. Was aus den USA kommt, ist ja immer größer, übertriebener, überladener und  oberflächlicher. Es hat selten etwas mit dem zu tun, was es eigentlich einmal war: Das Gedenken an die Menschen, die verstorben sind.