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The Walking Dead oder eine Serie über die Menschheit

[caption id="attachment_4175" align="aligncenter" width="686"] KI-Symbolbild[/caption]

Man kann vermuten, das viele Menschen die Serie "The Walking Dead" gesehen oder wenigstens schon einmal etwas davon gehört haben.

Im Grunde ist die Story ganz einfach.

Während ein Polizist im Koma liegt, bricht ein Virus aus, der Menschen zu Zombies macht. Als er aus dem Koma erwacht, findet er sich in einem leeren Krankenhaus wieder, während überall Zombies umherwandern, auf der Suche nach Menschen- und Tierfleisch, versucht er, nach dem Prozess des Realisierens, sich zu seiner Familie durchzukämpfen. Es wird gegen Zombies gekämpft und gelegentlich auch gegen Menschen.

So einfach ist eine Horrorserie, wenn man sie nur als solche betrachtet.

Tatsächlich stellt sich die Serie die Frage, wie Menschen, die überleben und überleben wollen, verhalten.

Wir haben z.B. den Einzelkämpfer, der schon immer alleine durch die Welt gezogen ist. Nur widerwillig schließt er sich anderen Menschen an, bleibt aber, auch in der Gruppe, lieber für sich, auch wenn er sich für die Gruppe einsetzt.

Der besagte Polizist bleibt auch weiterhin, für lange Zeit, Polizist, der versucht, anderen Menschen zu helfen und sie zu beschützten, auch unter Einsatz des eigenen Lebens.

In der Serie schließen sich Menschen zu sehr unterschiedlichen Gruppen zusammen. So gibt es einen Rocker-Verschnitt, die nur Grausamkeit kennen,

Zombies, wie Wachhunde halten und Menschen aus Lust, Laune und Gier töten. In der Serie gibt es eine Gruppe, die ein Königreich gründen, es gibt eine Gruppe, die zu Kannibalen werden, eine weitere Gruppe, die versucht, auf kleinem Raum, Landwirtschaft zu betreiben und es gibt Anführer und Herrscher, die scheinbar eine heile Welt schaffen, sich aber dahinter knallharte Diktaturen verbergen.

Die Zombies sind nur der Aufhänger für die Frage, wie Menschen sich, in einer solchen Situation, verhalten können. Wird man selbst zum grausamen Rocker, zum Diktator, zum Teil einer Gemeinschaft, in der Gleichberechtigung gilt und in der, durch Ackerbau, versucht wird, Menschen zu retten und ein wenig Normalität zu erreichen oder würde man lieber in einem Königreich leben oder sich durch Kannibalismus, an Überlebenden, versorgen?

Weil die Serie immerhin 12 Staffeln hat, hatten Autoren und Regisseure die Möglichkeit, Personen und Gruppen, bis ins Detail, herauszuarbeiten. Der Einzelgänger bleibt ein Einzelgänger, weil es schon immer seine Überlebensstrategie war, niemandem zu vertrauen und das aus Erfahrungen heraus. Der König wird zu einem gerechten König, weil er schwarz ist und nur Unterdrückung kannte und der Großgrundbesitzer, der sein Leben lang herrisch Befehle erteilt hat, glaubt, dass er nun seit Gebiet vergrößern und die Menschen darin zu Sklaven machen kann. Alle Gruppen, die herausgearbeitet werden, haben sich, aus der Not heraus, gebildet und jeder Mensch, sowie jede Gruppe, bildet daraus eine eigene Überlebensstrategie.

Die Menschen gehen Beziehungen ein, zeugen Kinder und auch das ist eine Überlebensstrategie, die zum Ziel hat, das Überleben der Menschheit zu sichern.

Die Gruppen treiben, untereinander, Handel aber bekämpfen sich auch oft erbarmungslos oder schließen sich zu Bündnissen zusammen.

Nichts an der Serie wirkt übertrieben, sondern immer so, dass man sich selbst die Frage stellt, wie man, in so einer Situation gehandelt hätte.

Wie nah die Serie an die Realität kam, wenn auch nicht in Bezug auf Kannibalismus, konnte man, während der Corona-Pandemie, erleben.

Einzelgänger blieben Einzelgänger, beschäftigten sich in der Zeit der Teilausgangssperren, mit Hobbys, gingen spazieren, hielten telefonischen Kontakt zu anderen Menschen, ohne, dass es sie emotional belastete.

Andere Menschen bildeten Gruppen, die sich aus der Entfernung unterstützten, sich Mut zusprachen, für gefährdete Nachbarn einkaufen gingen und sich gegenseitig halfen.

Daneben schwangen sich Personen, die nie irgendwo aufgefallen waren, plötzlich zu Anführern auf, versuchten persönliche Vorteile aus der Situation zu ziehen, während sie die Menschen, die sich um sie versammelten, benutzt und ausgenutzt worden.

Menschen entwickelten Grausamkeit, in dem sie andere Menschen gefährdeten, älteren und schwachen Menschen das Recht auf Leben absprachen und ihren Tod verharmlosten.

Die Muster, von Verhaltensweisen der Menschen, konnte man, während der Pandemie, sehen, wenn natürlich auch nicht in dem Ausmaß, wie bei "The Walking Dead".

Gerade bei Katastrophenserien und Filmen, und "The Walking Dead" war eine, in Horror verpackte Serie, die eine Menschheitskatastrophe aufzeigte, lohnt es sich, mal genauer hinzuschauen und die Zombies dabei auszublenden. Drohbuchautoren und Regisseure verpacken häufig das Verhalten von Menschen hinter einer einfachen Story, von Vieren und anderen Katastrophen und letztendlich finden wir uns auch in solchen Serien und Filmen wieder.