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Midterms 2026: Was die Wahl für Trump wirklich ändert

Die Demokraten haben bei den US-Zwischenwahlen zugelegt, und in Washington wird jetzt neu gerechnet. Wer daraus schließt, Donald Trump sei für die nächsten zwei Jahre ausgebremst, unterschätzt aber, wie viel ein Präsident ohne den Kongress durchsetzen kann. Dieser Text sortiert, was sich wirklich ändert und was nicht. Stand ist der Morgen des 4. November 2026, die Ergebnisse sind teils noch vorläufig.

Was sich nicht ändert

Trump regiert zu großen Teilen per Dekret. Dafür braucht er weder das Repräsentantenhaus noch den Senat. Zölle, Abschiebungen und Umbauten in den Behörden laufen weiter, solange kein Gericht sie stoppt. Und Gerichte brauchen Monate, manchmal Jahre.

Dazu kommt das Veto. Trump kann jedes Gesetz blockieren, das die Demokraten beschließen. Um ihn zu überstimmen, bräuchte der Kongress zwei Drittel in beiden Kammern, und die gibt es nicht. Die Demokraten können also Gesetze verabschieden, aber kaum welche in Kraft setzen.

Was sich ändert

Der wichtigste Hebel der Demokraten ist das Geld. Ohne das Repräsentantenhaus kommt kein Haushalt zustande. Die Demokraten können Mittel für einzelne Projekte kürzen oder an Bedingungen knüpfen. Der Preis dafür kann ein Shutdown sein, bei dem Teile der Verwaltung stillstehen.

Weitere Folgen:

  • Keine neuen Gesetze für Trump. Steuerpakete oder verschärfte Einwanderungsgesetze gehen nicht mehr durch das Repräsentantenhaus. Was er per Dekret regelt, kann ein Nachfolger mit einem Federstrich wieder aufheben.
  • Untersuchungen. Die Demokraten bekommen die Ausschussvorsitze und damit Vorladungsrechte. Sie können Dokumente einfordern, Zeugen laden und öffentliche Anhörungen ansetzen. Das gab es seit Januar 2025 nicht mehr.
  • Impeachment. Das Repräsentantenhaus könnte ihn anklagen. Für eine Verurteilung bräuchte es 67 Stimmen im Senat, und die sind nicht in Sicht.
  • Senat. Falls die Demokraten auch den Senat erobern, können sie Richter und Spitzenposten blockieren. Für Trump wäre das der empfindlichere Einschnitt. Wie deutlich es dort ausfällt, stand bei Redaktionsschluss noch nicht sicher fest.

Warum die nächsten zwei Jahre trotzdem offen sind

Ein geschwächter Präsident ist nicht automatisch ein vorsichtiger. Die Wahl nimmt Trump den Gesetzgebungsweg, aber nicht das Dekretrecht. Gut möglich, dass er genau dieses Instrument jetzt noch stärker ausreizt, weil ihm der andere verschlossen ist. Um Kongress und Gerichte hat er sich bisher auch selten geschert.

Beim Geld hilft ihm sein Umfeld. Laut Medienberichten sprang während des Shutdowns im Herbst 2025 ein Großspender ein, um Soldatengehälter zu bezahlen. Private Millionen ersetzen keinen Bundeshaushalt. Aber sie können einzelne Vorhaben am Leben halten, die der Kongress nicht mehr finanziert, und sie nehmen den Demokraten einen Teil des Drucks, den sie über den Haushalt aufbauen wollen. Ob solche Konstruktionen rechtlich sauber sind, ist umstritten.

Der vielleicht wirksamste Effekt läuft über seine eigene Partei. Republikaner im Kongress sehen jetzt, dass Treue zu Trump Mandate kosten kann. Zugleich beginnt das Rennen um 2028, und Trump kann nicht mehr antreten. Wie schnell sich daraus Widerstand entwickelt, lässt sich heute nicht sagen.

Fazit

Die Wahl ist ein echter Dämpfer für Trump, aber kein Schalter, der seine zweite Amtszeit umlegt. Sie verändert, was er per Gesetz erreichen kann, und sie gibt der Opposition Werkzeuge zur Kontrolle. Ob daraus tatsächlich Kontrolle wird, hängt von drei Dingen ab: wie konsequent die Demokraten ihre Macht über den Haushalt nutzen, wie die Gerichte entscheiden und wie viele Republikaner sich von Trump absetzen. Bis dahin sind zwei turbulente Jahre wahrscheinlicher als zwei ruhige.

 


Transparenzhinweis:

Für die Recherche und das Bild wurde KI verwendet