Zitat von Admina R am 9. Oktober 2026, 20:00 Uhr[caption id="attachment_4805" align="aligncenter" width="574"]
KI-Symbolbild[/caption]
Björn Höcke äußerte sich in einem mehrstündigen Podcast-Interview im Mai 2026 im Podcast „Ungeskriptet“ unter anderem zu Einwanderung, dem Verhältnis zu in Deutschland lebenden Türken und zog dabei Parallelen zu historischen Aussagen von Helmut Kohl. Dabei forderte Höcke, dass sich Menschen "assimilieren" müssen.
Bedeutung von "Assimilierung":
Das Verb „assimilieren“ bedeutet im allgemeinen Sinn "angleichen", "anpassen" oder "verschmelzen". Es leitet sich vom lateinischen assimilare (ähnlich machen) ab.
Oft wird damit eine vollständige Angleichung beschrieben, bei der eigene Merkmale oder Kulturen aufgegeben werden, um sich ununterscheidbar einzufügen.
Bei der Aussage dürfte es Höcke bewusst sein, dass sich ein Mensch, mit anderer Hautfarbe, optisch, nicht anpassen, angleichen und damit verschmelzen kann. Eine Person mit anderer Hautfarbe bleibt sichtbar und damit unterscheidbar und demnach kann eine Person, mit dunklerer Hautfarbe, nach Höcke, kein Deutscher sein und werden.
Höcke bezog sich, bei seiner Aussage, auf Menschen mit türkischen Vorfahren und auf eine Aussage von Helmut Kohl vom 28.10.1982. In einem vertraulichen Gespräch mit der britischen Premierministerin Margaret Thatcher äußerte sich Kohl dahingehend, dass er die Anzahl der in Deutschland lebenden Türken um 50% reduzieren wolle. Kohl "argumentierte" damals, dass eine Assimilation der türkischen Bevölkerung sei aufgrund ihrer kulturellen Unterschiede in dieser hohen Zahl unmöglich sei. Er fügte hinzu, er könne dies öffentlich so noch nicht sagen.
Kohl argumentierte natürlich nicht, denn seine Aussage war nicht durch wissenschaftliche Fakten belegt. Für eine Argumentation fehlte jede faktenbasierte Grundlage.
Was Kohl wollte, war, dass die Menschen, die als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen waren, um Deutschland und die Industrie aufzubauen, zurückkehrten und damit einen Familiennachzug verhinderten. Die Menschen hatten ihre Aufgabe, die sie, zum Teil unter fürchterlichen Lebensbedingungen, in Arbeiterheimen und fernab ihrer Familien, erledigt hatten, erfüllt, und sollten wieder gehen. Dabei kamen die ersten sogenannten "Gastarbeiter" aus der Türkei, im Herbst 1961 nach Deutschland, und hatten 1982, sofern man sie gelassen hatte, bereits in Deutschland eingelebt, Familien gegründet und arbeiteten in der Automobilindustrie, bei der Stadtreinigung, usw. Sie machten, ab 1961 die Arbeiten, für die es keine deutschen Arbeitskräfte gab. Deutschland befand sich, 1961, immer noch im Wiederaufbau und hatte 56 Millionen Staatsbürger (Bundesrepublik Deutschland, ohne DDR), davon einen großen Teil durch den II. Weltkrieg kriegsversehrt.
Dass sich Höcke gerade auf das Zitat von Kohl bezog, kann niemanden verwundern, denn Kohls Aussage passt in die Ideologie von Höcke, die da ist, Menschen, die sich nicht assimilieren lassen, mit ggf. "wohltemperierter Grausamkeit" aus Deutschland zu entfernen.
Man kann davon ausgehen, dass Höcke sehr wohl weiß, dass seine Forderung nicht mit unserem Grundgesetz und der Menschenrechtskonvention in Einklang zu bringen ist, und auch Kohl musste lernen, dass das, was er geheim sagte und öffentlich nicht sagen durfte, auch nicht umsetzbar war.
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Björn Höcke äußerte sich in einem mehrstündigen Podcast-Interview im Mai 2026 im Podcast „Ungeskriptet“ unter anderem zu Einwanderung, dem Verhältnis zu in Deutschland lebenden Türken und zog dabei Parallelen zu historischen Aussagen von Helmut Kohl. Dabei forderte Höcke, dass sich Menschen "assimilieren" müssen.
Bedeutung von "Assimilierung":
Das Verb „assimilieren“ bedeutet im allgemeinen Sinn "angleichen", "anpassen" oder "verschmelzen". Es leitet sich vom lateinischen assimilare (ähnlich machen) ab.
Oft wird damit eine vollständige Angleichung beschrieben, bei der eigene Merkmale oder Kulturen aufgegeben werden, um sich ununterscheidbar einzufügen.
Bei der Aussage dürfte es Höcke bewusst sein, dass sich ein Mensch, mit anderer Hautfarbe, optisch, nicht anpassen, angleichen und damit verschmelzen kann. Eine Person mit anderer Hautfarbe bleibt sichtbar und damit unterscheidbar und demnach kann eine Person, mit dunklerer Hautfarbe, nach Höcke, kein Deutscher sein und werden.
Höcke bezog sich, bei seiner Aussage, auf Menschen mit türkischen Vorfahren und auf eine Aussage von Helmut Kohl vom 28.10.1982. In einem vertraulichen Gespräch mit der britischen Premierministerin Margaret Thatcher äußerte sich Kohl dahingehend, dass er die Anzahl der in Deutschland lebenden Türken um 50% reduzieren wolle. Kohl "argumentierte" damals, dass eine Assimilation der türkischen Bevölkerung sei aufgrund ihrer kulturellen Unterschiede in dieser hohen Zahl unmöglich sei. Er fügte hinzu, er könne dies öffentlich so noch nicht sagen.
Kohl argumentierte natürlich nicht, denn seine Aussage war nicht durch wissenschaftliche Fakten belegt. Für eine Argumentation fehlte jede faktenbasierte Grundlage.
Was Kohl wollte, war, dass die Menschen, die als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen waren, um Deutschland und die Industrie aufzubauen, zurückkehrten und damit einen Familiennachzug verhinderten. Die Menschen hatten ihre Aufgabe, die sie, zum Teil unter fürchterlichen Lebensbedingungen, in Arbeiterheimen und fernab ihrer Familien, erledigt hatten, erfüllt, und sollten wieder gehen. Dabei kamen die ersten sogenannten "Gastarbeiter" aus der Türkei, im Herbst 1961 nach Deutschland, und hatten 1982, sofern man sie gelassen hatte, bereits in Deutschland eingelebt, Familien gegründet und arbeiteten in der Automobilindustrie, bei der Stadtreinigung, usw. Sie machten, ab 1961 die Arbeiten, für die es keine deutschen Arbeitskräfte gab. Deutschland befand sich, 1961, immer noch im Wiederaufbau und hatte 56 Millionen Staatsbürger (Bundesrepublik Deutschland, ohne DDR), davon einen großen Teil durch den II. Weltkrieg kriegsversehrt.
Dass sich Höcke gerade auf das Zitat von Kohl bezog, kann niemanden verwundern, denn Kohls Aussage passt in die Ideologie von Höcke, die da ist, Menschen, die sich nicht assimilieren lassen, mit ggf. "wohltemperierter Grausamkeit" aus Deutschland zu entfernen.
Man kann davon ausgehen, dass Höcke sehr wohl weiß, dass seine Forderung nicht mit unserem Grundgesetz und der Menschenrechtskonvention in Einklang zu bringen ist, und auch Kohl musste lernen, dass das, was er geheim sagte und öffentlich nicht sagen durfte, auch nicht umsetzbar war.
