Zitat von Admina R am 26. Oktober 2026, 20:00 Uhr[caption id="attachment_4967" align="aligncenter" width="683"]
Von Lou.gruber - Eigenes Werk, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25361462[/caption]
Deutschland geht nicht wirklich gut mit seinen Hinterlassenschaften, aus den unterschiedlichen Epochen, um, selbst, wenn sie unter Denkmalschutz stehen. Zuviel geschichtsträchtige Gebäude, die nachfolgenden Generationen dabei helfen, Geschichte zu verstehen, werden abgerissen.
Um so schöner ist es, wenn dann mal etwas gerettet werden kann und in dem Fall ist dass das ehemalige Kriegsgefangenenlager "Stalag VII A".
Zwischen 1939 und 1945 entstanden, auf deutschem Boden, rund 1.000 Kriegsgefangenenlager, unterschiedlicher Größe.
"Stalag VII A" (Stalag ist die Abkürzung von "Stammlager", die weitere Außenlager hatten) wurde, ab 1939, in der Moosburger Neustadt, in Bayern, errichtet. Unter Denkmalschutz steht es seit 2013.
Im Lager waren mehr als 150.000 Kriegsgefangene interniert, wobei über 1.000 Kriegsgefangene, dort starben und viele hundert Menschen, von dort, in KZs transportiert wurden.
Als es 1939 errichtet wurde, bestand das Lager nur aus Zelten, in denen die Kriegsgefangenen, den Winter überstehen mußten. 1940 wurden dann die ersten Barraken erbaut, die für 10.000 Kriegsgefangene konzepiert wurde. Sehr schnell war das Lager, mit 70.000 Kriegsgefangenen, komplett überfüllt. die Insassen kamen aus aller Welt, und wurden, nach Staatsangehörigkeit und rassisschen Gesichtspunkten, von einander getrennt. Zwangsarbeit mußten sie vorrangig in der Landwirtschaft leisten.
Am 29. April 1945 wurde das Lager von der US-Armee befreit, und in der Folge, als "Endnazifizierungslager" genutzt. Nach Abschluss der Endnazifizierung wurden dort Geflüchtete und Vertriebene, aus den Ostgebieten, untergebracht, die, ab 1954 die bestehenden Gebäude kauften und sich daraus der Stadtteil Moosburger Neustadt entwickelte. Ab den 1960er Jahren war das Lager auch Wohnort von "Gastarbeitern". In den 1990er Jahren zerstörte man viele der Barraken. Drei Gebäude, sowie die Gebäude der Wachmannschaften, blieben, weitgehends, im Originalzustand, erhalten.
Das Arial funktioniert wie eine Zeitkapsel, da die Spuren oder unterschiedlichen Nutzung, erhalten geblieben sind. 2013 wurden dann die Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.
Trotz Denkmalschutz plante die Stadtverwaltung, die Gebäude abzureißen, um einem Schulbau Platz zu machen. Damit wäre die Gebäude, die einstmals das größte Lager Deutschlands waren, verschwunden. Bürger, Initiativen und Zeitzeugen setzten sich für den Erhalt ein, stießen allerdings zunächst auf taube Ohren. Da inzwischen die Lagergebäude drohten zu zerfallen, die Gebäude der Wachmannschaft waren aus Stein gebaut und daher stabiler, war Eile geboten.
Wenn es um den Erhalt solcher historisch wertvollen Gebäude und Ariale geht, stellt sich immer wieder die Frage nach der Finanzierung des Erhalts und der Nutzung. Oft ist die Finanzierung auch von der persönlichen Einstellung der Politiker oder eines Eigentümern abhängig.
Im Juli 2025 zog nun der Stadtrat den Abrissantrag zurück, nachdem für den Schulbau eine andere Lösung gefunden werden konnte. 2026 wurde dann auch ein Finanzierungskonzept für den Erhalt gefunden.
Quellen:
Schwarzbuch der Denkmalschutzbehörde
Wikipedia, Stammlager VII A, https://de.wikipedia.org/wiki/Stammlager_VII_A
Stalag Moosburg e.V. Verein zur Förderung interkultureller Begegnung, https://stalag-moosburg.de/
Stadt Moosburg an der Isar, https://stalag7a.de/
Bundeszentrale für politische Bildung, https://www.bpb.de/themen/holocaust/erinnerungsorte/503148/initiative-moosburg-online-das-kriegsgefangenenlager-stalag-vii-a/
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Von Lou.gruber - Eigenes Werk, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25361462%5B/caption%5D
Deutschland geht nicht wirklich gut mit seinen Hinterlassenschaften, aus den unterschiedlichen Epochen, um, selbst, wenn sie unter Denkmalschutz stehen. Zuviel geschichtsträchtige Gebäude, die nachfolgenden Generationen dabei helfen, Geschichte zu verstehen, werden abgerissen.
Um so schöner ist es, wenn dann mal etwas gerettet werden kann und in dem Fall ist dass das ehemalige Kriegsgefangenenlager "Stalag VII A".
Zwischen 1939 und 1945 entstanden, auf deutschem Boden, rund 1.000 Kriegsgefangenenlager, unterschiedlicher Größe.
"Stalag VII A" (Stalag ist die Abkürzung von "Stammlager", die weitere Außenlager hatten) wurde, ab 1939, in der Moosburger Neustadt, in Bayern, errichtet. Unter Denkmalschutz steht es seit 2013.
Im Lager waren mehr als 150.000 Kriegsgefangene interniert, wobei über 1.000 Kriegsgefangene, dort starben und viele hundert Menschen, von dort, in KZs transportiert wurden.
Als es 1939 errichtet wurde, bestand das Lager nur aus Zelten, in denen die Kriegsgefangenen, den Winter überstehen mußten. 1940 wurden dann die ersten Barraken erbaut, die für 10.000 Kriegsgefangene konzepiert wurde. Sehr schnell war das Lager, mit 70.000 Kriegsgefangenen, komplett überfüllt. die Insassen kamen aus aller Welt, und wurden, nach Staatsangehörigkeit und rassisschen Gesichtspunkten, von einander getrennt. Zwangsarbeit mußten sie vorrangig in der Landwirtschaft leisten.
Am 29. April 1945 wurde das Lager von der US-Armee befreit, und in der Folge, als "Endnazifizierungslager" genutzt. Nach Abschluss der Endnazifizierung wurden dort Geflüchtete und Vertriebene, aus den Ostgebieten, untergebracht, die, ab 1954 die bestehenden Gebäude kauften und sich daraus der Stadtteil Moosburger Neustadt entwickelte. Ab den 1960er Jahren war das Lager auch Wohnort von "Gastarbeitern". In den 1990er Jahren zerstörte man viele der Barraken. Drei Gebäude, sowie die Gebäude der Wachmannschaften, blieben, weitgehends, im Originalzustand, erhalten.
Das Arial funktioniert wie eine Zeitkapsel, da die Spuren oder unterschiedlichen Nutzung, erhalten geblieben sind. 2013 wurden dann die Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.
Trotz Denkmalschutz plante die Stadtverwaltung, die Gebäude abzureißen, um einem Schulbau Platz zu machen. Damit wäre die Gebäude, die einstmals das größte Lager Deutschlands waren, verschwunden. Bürger, Initiativen und Zeitzeugen setzten sich für den Erhalt ein, stießen allerdings zunächst auf taube Ohren. Da inzwischen die Lagergebäude drohten zu zerfallen, die Gebäude der Wachmannschaft waren aus Stein gebaut und daher stabiler, war Eile geboten.
Wenn es um den Erhalt solcher historisch wertvollen Gebäude und Ariale geht, stellt sich immer wieder die Frage nach der Finanzierung des Erhalts und der Nutzung. Oft ist die Finanzierung auch von der persönlichen Einstellung der Politiker oder eines Eigentümern abhängig.
Im Juli 2025 zog nun der Stadtrat den Abrissantrag zurück, nachdem für den Schulbau eine andere Lösung gefunden werden konnte. 2026 wurde dann auch ein Finanzierungskonzept für den Erhalt gefunden.
Quellen:
Schwarzbuch der Denkmalschutzbehörde
Wikipedia, Stammlager VII A, https://de.wikipedia.org/wiki/Stammlager_VII_A
Stalag Moosburg e.V. Verein zur Förderung interkultureller Begegnung, https://stalag-moosburg.de/
Stadt Moosburg an der Isar, https://stalag7a.de/
Bundeszentrale für politische Bildung, https://www.bpb.de/themen/holocaust/erinnerungsorte/503148/initiative-moosburg-online-das-kriegsgefangenenlager-stalag-vii-a/
