Zitat von Admina R am 28. Oktober 2026, 20:00 UhrErwachsene Menschen veranstalten eine Fetisch-Party, bei der die Menschen Windeln tragen, und das für einen guten Zweck.
So weit, so gut, und eigentlich nur ein Grund, Danke zu sagen, denn das Geld, was zusammengekommen ist, wollen sie spenden.
Da die Party nicht in einem häuslichen Umfeld stattgefunden hat, sondern in einem Bällebad, wo sich ansonsten Kinder vergnügen, dreht ein Teil der Gesellschaft durch. Da wird die Frage nach der Hygiene aufgeworfen oder gefordert, "das Kinder damit aber nichts zu tun haben sollen".
Fangen wir doch erst einmal damit an, woher der Begriff "Fetisch" eigentlich kommt.
Der Ursprung des Fetisch liegt nicht im sexuellen Bereich, sondern im Religiösen. Unter einem "Fetisch" verstand man ursprünglich, einen Gegenstand, dem übernatürliche oder schützende Kräfte zugeschrieben wurden. Der Fetisch kann eine Hasenpfote, ein Amulett oder auch der "Heilige Gral" sein.
Spätere Umdeutung
Erst in der Neuzeit bringt man einen "Fetisch" auch mit Sexualität in Verbindung. Dabei wird der Fetisch als etwas definiert, was zwingend vorhanden sein sollte, um einen Lustgewinn zu haben oder zu steigern.
Dabei gibt es so viele unterschiedliche Fetische, wie es Menschen gibt. So ist ein bestimmtes Parfüm, das bei jeder sexuellen Handlung vorhanden sein muss, ein Fetisch, genauso, wie die zwingende Selbstbeobachtung in einem Spiegel, über dem Bett. Es gibt den Fußfetischismus, den Schuhfetischismus, den Strumpfhosenfetischismus, es gibt Menschen, die sich als Tiere verkleiden oder als Kleinkinder. Es gibt die Menschen, bei denen Pornos ein Bestandteil jedes sexuellen Aktes ist. Auch Uniformen (Polizei, Feuerwehr, Armee, Ärztekittel, Krankenschwesteruniformen, Roben, "Dienstmädchen", Nonnen-Kostüme, usw.) sind nicht selten Teil eines Fetisch.
Viele Menschen entwickeln einen Fetisch, ohne sich dessen selbst bewusst zu sein. Die Entwicklung beruht auf den ersten, besonders angenehm empfundenen Erfahrungen, die man, durch Einbindung in das eigene Sexualleben, immer wieder versucht, nach zu empfinden. Wird man sich seinem eigenen Fetisch bewusst, bindet man diesen aktiv in die Handlungen mit ein.
Nun haben also Menschen, die gerne Windeln tragen, eine Fetisch-Party veranstaltet. Das Tragen von Windeln erinnert an die eigene Kindheit, als man noch sicher und behütet, und ohne Verantwortung, sein Leben gelebt hat. Ausgelassen spielen, herumtollen und sich keine Gedanken, über Arbeit, Aufgaben und den Alltag machen müssen, steht da im Vordergrund und muss nicht mit Sexualität in Verbindung stehen. Es geht darum, das Gefühl zu erleben, als man noch Kleinkind war und die Welt noch in Ordnung.
Der Betreiber des Veranstaltungsortes versicherte, dass das Hygienekonzept dem entspricht, wie es auch bei einem Kindergeburtstag, üblich ist. Das ganze Umfeld, wie auch die Bälle werden dementsprechend gesäubert und desinfiziert.
Die Frage ist, wie Menschen auf den Gedanken kommen, das ein Fetisch irgendwas mit Kindern zu tun haben könnte und man daher Kinder aus dem Umfeld heraushalten müsse. Abgesehen davon, dass die Fetisch-Party ohnehin für Erwachsene Menschen veranstaltet wurde, Kinder also gar nicht dabei waren, scheinen Menschen jedes, ihnen unverständliche Verhalten, mit abnormen Verhalten, gegenüber Kindern, in Verbindung bringen zu wollen.
An der Unkenntnis der psychologischen Hintergründe kann es nicht alleine liegen, wenn man einen Fetisch, den man nicht versteht und nicht teilt, automatisch mit Kindern in Verbindung bringen möchte. Da stellt sich die Frage, ob da nicht noch andere Gründe eine Rolle spielen.
Quelle:
Erwachsene Menschen veranstalten eine Fetisch-Party, bei der die Menschen Windeln tragen, und das für einen guten Zweck.
So weit, so gut, und eigentlich nur ein Grund, Danke zu sagen, denn das Geld, was zusammengekommen ist, wollen sie spenden.
Da die Party nicht in einem häuslichen Umfeld stattgefunden hat, sondern in einem Bällebad, wo sich ansonsten Kinder vergnügen, dreht ein Teil der Gesellschaft durch. Da wird die Frage nach der Hygiene aufgeworfen oder gefordert, "das Kinder damit aber nichts zu tun haben sollen".
Der Ursprung des Fetisch liegt nicht im sexuellen Bereich, sondern im Religiösen. Unter einem "Fetisch" verstand man ursprünglich, einen Gegenstand, dem übernatürliche oder schützende Kräfte zugeschrieben wurden. Der Fetisch kann eine Hasenpfote, ein Amulett oder auch der "Heilige Gral" sein.
Erst in der Neuzeit bringt man einen "Fetisch" auch mit Sexualität in Verbindung. Dabei wird der Fetisch als etwas definiert, was zwingend vorhanden sein sollte, um einen Lustgewinn zu haben oder zu steigern.
Dabei gibt es so viele unterschiedliche Fetische, wie es Menschen gibt. So ist ein bestimmtes Parfüm, das bei jeder sexuellen Handlung vorhanden sein muss, ein Fetisch, genauso, wie die zwingende Selbstbeobachtung in einem Spiegel, über dem Bett. Es gibt den Fußfetischismus, den Schuhfetischismus, den Strumpfhosenfetischismus, es gibt Menschen, die sich als Tiere verkleiden oder als Kleinkinder. Es gibt die Menschen, bei denen Pornos ein Bestandteil jedes sexuellen Aktes ist. Auch Uniformen (Polizei, Feuerwehr, Armee, Ärztekittel, Krankenschwesteruniformen, Roben, "Dienstmädchen", Nonnen-Kostüme, usw.) sind nicht selten Teil eines Fetisch.
Viele Menschen entwickeln einen Fetisch, ohne sich dessen selbst bewusst zu sein. Die Entwicklung beruht auf den ersten, besonders angenehm empfundenen Erfahrungen, die man, durch Einbindung in das eigene Sexualleben, immer wieder versucht, nach zu empfinden. Wird man sich seinem eigenen Fetisch bewusst, bindet man diesen aktiv in die Handlungen mit ein.
Nun haben also Menschen, die gerne Windeln tragen, eine Fetisch-Party veranstaltet. Das Tragen von Windeln erinnert an die eigene Kindheit, als man noch sicher und behütet, und ohne Verantwortung, sein Leben gelebt hat. Ausgelassen spielen, herumtollen und sich keine Gedanken, über Arbeit, Aufgaben und den Alltag machen müssen, steht da im Vordergrund und muss nicht mit Sexualität in Verbindung stehen. Es geht darum, das Gefühl zu erleben, als man noch Kleinkind war und die Welt noch in Ordnung.
Der Betreiber des Veranstaltungsortes versicherte, dass das Hygienekonzept dem entspricht, wie es auch bei einem Kindergeburtstag, üblich ist. Das ganze Umfeld, wie auch die Bälle werden dementsprechend gesäubert und desinfiziert.
Die Frage ist, wie Menschen auf den Gedanken kommen, das ein Fetisch irgendwas mit Kindern zu tun haben könnte und man daher Kinder aus dem Umfeld heraushalten müsse. Abgesehen davon, dass die Fetisch-Party ohnehin für Erwachsene Menschen veranstaltet wurde, Kinder also gar nicht dabei waren, scheinen Menschen jedes, ihnen unverständliche Verhalten, mit abnormen Verhalten, gegenüber Kindern, in Verbindung bringen zu wollen.
An der Unkenntnis der psychologischen Hintergründe kann es nicht alleine liegen, wenn man einen Fetisch, den man nicht versteht und nicht teilt, automatisch mit Kindern in Verbindung bringen möchte. Da stellt sich die Frage, ob da nicht noch andere Gründe eine Rolle spielen.
Quelle:
