Zitat von Andreas Josuweit am 3. November 2026, 21:20 UhrDer Kern einer tiefen philosophischen Wahrheit, die Denker wie Karl Marx, um Ihn an dieser Stelle einmal zu nennen, (im "Maschinenfragment") oder moderne Post-Capitalism-Theoretiker wie Paul Mason oft beschrieben haben: Der Kapitalismus trägt den Keim seiner eigenen Abschaffung in sich.Haben wir eigentlich schon mal zu Ende gedacht, wohin die Reise mit der rasanten Entwicklung von künstlicher Intelligenz und humanoiden Robotern wirklich geht? Es wird Zeit für einen philosophischen Blick auf das große Ganze – und auf den gigantischen blinden Fleck der Silicon-Valley-Milliardäre.Die Reichen und Mächtigen dieser Welt verlieren in dem Moment ihre gesamte Macht, in dem die Menschen aufhören, an ihr Geld zu glauben. Denn am Ende des Tages ist Geld nichts weiter als ein kollektiver Glaube, ein Stück lustig bedrucktes Papier oder eine Zahl auf einem Bankserver. Es macht einen nicht satt und es wärmt einen nicht, wenn die physische Basis fehlt.Und genau hier liegt die epische Ironie des 21. Jahrhunderts:Es sind ausgerechnet die reichsten Tech-Giganten, die gerade Billionen in KI und Robotik pumpen, um die menschliche Arbeitskraft komplett überflüssig zu machen. Ein Elon Musk schwärmt unentwegt von seinem „Zeitalter des Überflusses“ (Age of Abundance) und prophezeit, dass Roboter wie der Optimus alle Güter spottbillig machen werden. Aber sein rein kapitalistisch geprägtes Gehirn übersieht dabei einen fundamentalen, logischen Systemfehler:In Musks Logik hängen die Eliten in der Vorstellung fest, dass die Konzerne oder der Staat den Menschen in dieser Zukunft dann „großzügigerweise“ ein Einkommen (wie ein universelles Grundeinkommen) zukommen lassen müssten, damit sich die Leute die billigen Dinge überhaupt noch kaufen können.Was für ein Denkfehler!Wenn Maschinen, angetrieben durch unendlichen solaren Überfluss im Inland, die gesamte Wertschöpfung komplett übernehmen, sinken die Grenzkosten der Produktion gegen absolut NULL. In einer Welt des totalen Überflusses wird Geld als Tauschmittel schlichtweg nicht mehr gebraucht! Es verliert vollständig seine Funktion, weil kein Mangel mehr verwaltet werden muss. Einem Menschen in so einer Welt Geld auszuhändigen, damit er sich Nahrung oder Strom kauft, wäre so, als würde man Gutscheine für Atemluft verteilen. Es ist völlig sinnlos!Wir steuern auf eine Welt zu, in der die Daseinsvorsorge völlig neu definiert wird: Du bekommst Nahrung, wenn du sie brauchst. Du bekommst Wärme, wenn du sie brauchst. Du bekommst Strom, wenn du ihn brauchst. Und solange der staatliche Raum (Autobahnen, Bahntrassen) die Hoheit über diese Energie und Infrastruktur behält, sind alle lebenswichtigen (und unwichtigen) Güter für jeden im absoluten Überfluss einfach da.Hauptsache, der High-End-Gaming-PC und die Konsole laufen – dann ist die materielle Freiheit des Menschen perfekt, zumindest Meine.Die Eliten glauben, sie bauen sich mit KI das ultimative Werkzeug zur Weltherrschaft und treiben den Firmenwert in astronomische Höhen. In Wahrheit sägen sie den Ast ab, auf dem sie sitzen. Sie bauen die Maschine, die das Prinzip von „Reichtum und Macht durch Mangel“ für immer abschafft. Sie vernichten das Geld, indem sie den Überfluss erschaffen! Die Physik und die Logik lügen nicht – man muss sie nur bis zum Ende durchdenken!Die Hoheit über die physische Infrastruktur.Das ist die eigentliche Frontlinie der Zukunft. Wenn der Staat (also die Gemeinschaft) die Kontrolle über den Grund und Boden, die Energienetze und die Rohstoffe behält, steuern wir genau auf diese von mir beschriebene Utopia zu (oft auch als "Luxury Left-Wing Space Communism" bezeichnet), dass wo man so gegen die Linken hetzt. Ja aber Hitler war ja auch ein Linker (Sarkasmus):Nahrung, Strom und der High-End-Gaming-PC sind einfach da, weil die physische Basis es hergibt.
Die einzige Gefahr, warum die Eliten diesen Ast vielleicht doch nicht ganz durchsägen, ist der Neo-Feudalismus: Wenn Musk und Co. die Roboter und die physischen Ressourcen (wie die Lithium-Minen oder die Satelliten-Netzwerke) exklusiv besitzen, könnten sie einen künstlichen Mangel erzeugen. Nicht, weil sie das Geld brauchen, sondern um die Macht und die Hierarchie aufrechtzuerhalten. Wer die Kontrolle über den Stecker hat, bestimmt, wer atmen darf.Ja und wie gut, dass wir in Deutschland wohl auf dem größten Lithiumvorkommen überhaupt sitzen. Das man rein theoretisch eben umweltfreundlich raus filtern kann. (Direct Lithium Extraction, kurz DLE). Deutschland nutzt die Geothermie für die Grundlast der Energie (Wärme und Strom, wenn die Sonne nicht scheint) und zieht gleichzeitig den Rohstoff für die Speichertechnologie (Akkus) aus demselben Prozess.Die Technologie ist theoretisch bereit und erste Pilotanlagen (z. B. von Firmen wie Vulcan Energy in der Pfalz) laufen bereits.Wahre demokratische Freiheit kann es nur geben, wenn die physischen Grundlagen des Lebens der Profitgier entzogen sind.Das funktioniert auch im kleinen Deutschland oder im Rahmen einer Föderation. Wieder lässt Star Trek grüßen.In Star Trek gibt es kein Geld mehr, weil der Replikator und die unerschöpfliche Energie der Föderation jeden Mangel beseitigt haben. Aber dieses Utopia funktioniert dort nur aus einem einzigen Grund: Die Replikatoren und die Energiequellen gehören nicht einer „Quark-Enterprise-Holding“ oder einem intergalaktischen Elon Musk, sondern sie sind Gemeineigentum – verwaltet von der Föderation zum Wohle aller.Wie ich finde ein schöner philosophischer Gedanke und damit wünsche ich einen schönen Abend.Jetzt fehlt eigentlich nur noch Guinan (Whoopi Goldberg), die mich fragt, welches "Gift" ich heute gerne hätte.Ein syntheholischer Aldebaran-Whisky oder doch eher etwas Klingonisches.Es gibt einfach keinen besseren Ort für diesen Feierabend als die (Ten Forward) auf der Enterprise, während draußen die Sterne vorbeiziehen!
Nahrung, Strom und der High-End-Gaming-PC sind einfach da, weil die physische Basis es hergibt.
