Zitat von Admina J am 26. Oktober 2026, 18:06 Uhr
Mein Vater war Jahrgang 1935, Kriegskind, der Mittlere von drei Söhnen. Meine Großeltern hatten ein Schuhgeschäft, da stand schon von Anfang an fest, dass das der älteste Sohn übernehmen sollte. Der Jüngste wurde verhätschelt. Mein Vater, das Sandwichkind, war unwichtig.
Erst in den letzten zwei, drei Jahren vor seinem Tod fing er an, über seine Kindheit und Jugend zu sprechen. Da erzählte er mir immer wieder von diesem furchtbaren Hunger, von seiner Mutter, die mit ihm an der Hand über die Dörfer zog und versuchte, Schuhcreme für Brot einzutauschen. „Du hast Hunger? Iss einen Apfel!“, hieß es nur. Die Äpfel waren fleckig und verschrumpelt, er hätte alles dafür gegeben, einen frischen, saftigen Apfel haben zu können, doch immer mussten erstmal „die alten weg“.
Mein Großvater war im Krieg gewesen und als er nach Hause zurückkehrte, stand für ihn fest, dass sein zweiter Sohn Pfarrer werden musste. Irgendein schreckliches Erlebnis hatte ihn darauf gebracht. Mein Vater wollte eigentlich eher in Richtung Sport oder Musik gehen. Er war sehr sportlich und hochmusikalisch, spielte mehrere Instrumente, die er sich autodidaktisch beigebracht hatte und sang, bis er 87 war, in einem Chor.
Doch er hatte kein Mitspracherecht und fand sich mit 14 Jahren im Predigerseminar in Eisenach wieder. Dort ging der Hunger weiter. Es gab Wassersuppe mit ein paar Steckrüben drin. Und die ganzen jungen Burschen, noch voll im Wachstum, bekamen nicht mal einen Nachschlag.
Weil er nicht wusste, was er da eigentlich sollte, hat er sich mehr oder weniger durchgemogelt, immer nur das Nötigste gemacht, mit Ach und Krach die Prüfungen bestanden. Und dann war es plötzlich soweit, zum Abschluss sollte er seine erste Predigt halten. Furchtbar aufgeregt hat er es mächtig versemmelt, aber irgendwie doch bestanden. Und noch immer fragte er sich, was er da eigentlich tat.
Als dann der Landesbischof auf die jungen Männer zukam und fragte, ob einer von ihnen in einen Grenzort im Thüringer Wald gehen würde, meldete er sich, da es nicht weit von seinem Heimatort lag. Es wurde seine erste und einzige Pfarrstelle. Während andere Pfarrer immer wieder mal wechselten, blieb er 40 Jahre, bis zu seiner Pensionierung 1998.
Ich wuchs in einem großen, alten Pfarrhaus auf. Im Erdgeschoss waren Gemeindesaal und Büroräume, im oberen Stock war unsere Wohnung. Irgendwann in den 60er Jahren brannte das Nachbarhaus ab, und die Besitzer, ein älteres Ehepaar, standen mit ihren wenigen Habseligkeiten auf der Straße. Da übernahm meine Mutter das Kommando. Die Büroräume wurden leergeräumt und wir rückten alle ein bisschen zusammen. Die beste Entscheidung! Oma Marta und Opa Cuno waren für uns Kinder hundertmal mehr Großeltern, als unsere leiblichen es je waren.
Trotzdem war es nicht einfach. Das Gehalt für Pfarrer in der DDR war ein Witz. Waren es 400 oder 450 Mark? Ich kann es gar nicht mehr sagen, aber es war verdammt wenig Geld für einen 24 / 7 Job.
Mein Vater war ein Seelsorger, wie man ihn vielleicht aus Filmen oder Büchern kennt. Er betreute drei, zeitweise vier Gemeinden und war eigentlich immer unterwegs. Er wusste immer, wer Geburtstag hatte, krank war oder im Sterben lag. Und dann besuchte er die Menschen, hörte ihnen zu, redete mit ihnen. Keine Floskeln, nie!
Irgendwann hat er mir mal erzählt, wie er die Menschen zum Reden bewegte. Er fragte nicht: „Wie geht es dir?“, sondern „wie kommst du zurecht?“ - und dann hörte er zu. Manchmal als Beichtvater, meistens aber nur als Mensch.
Er hat nie darüber gesprochen, was ihm die Leute anvertraut haben. Als Kind war ich manchmal furchtbar eifersüchtig, vor allem, wenn er an meinem Geburtstag irgendwelche anderen Leute besuchte, aber irgendwann begann ich das zu verstehen. Er hat eine Gemeinde aufgebaut, ganz allein, denn zu DDR-Zeiten gab es für einfache Dorfpfarrer keine Hilfen. Er hat wirklich alles selbst gemacht. Die Büroarbeit, die nicht ohne war. Christenlehre und Konfirmandenunterricht. Oft wälzte er alte Chroniken, weil Leute Ahnenforschung betreiben wollten.
Die Kirche wurde von uns, seiner Familie, sauber gehalten, und ich verdiente mir ein kleines Taschengeld, indem ich „Kirchendienst“ machte, das hieß, jeden Abend die große Turmuhr aufziehen. Dazu musste man bis hoch auf den Dachboden klettern, die Kurbel von der Wand nehmen und an den Vierkant der Uhr stecken. Dann wurde das Gewicht der Uhr nach oben gekurbelt. Vergaß man es einmal, gab es Ärger, weil es kompliziert war, die Uhr wieder zum Laufen und auf Stand zu bringen. Wenn es im Winter eiskalt war und ich keine Handschuhe trug, froren mir schon mal die Finger an der Kurbel fest. Die Glocken mussten auch geläutet werden, das ging aber damals schon auf Knopfdruck.
Was mein Vater am besten konnte, war predigen. 40 Jahre, jeden Sonn- und Feiertag, da kommen eine Menge an Predigten zusammen. Und ich möchte behaupten, dass er nicht eine einzige zweimal gehalten hat. Die Versuchung war groß, selbstverständlich.
Die Themen wurden immer vorgegeben, er hatte einen Aktenschrank voller Predigten. Meist kam er dann an, hielt triumphierend eine Predigt in der Hand. „Die habe ich vor sechs Jahren gehalten“, sagte er beispielsweise. „Die war gut damals, ich kann die nochmal nehmen, das merkt doch niemand!“ Dann verzog er sich in sein Arbeitszimmer. Wenn er wiederkam, schaute er immer etwas verschämt aus der Wäsche: „Ich hab einen Bleistift in die Hand genommen.“ Das wurde schnell der Running Gag in der Familie und bedeutete nichts anderes, als dass er die Predigt komplett überarbeitet hatte, kein einziger ursprünglicher Satz war stehengeblieben.
Und dann stand er sonntags vor der Gemeinde und war ein völlig anderer Mensch. Er hat seine Predigt nie vorgelesen, er hat sie immer frei gehalten, hat die Leute dabei angesehen, ihnen in die Augen geschaut und ihnen das Gefühl gegeben, dass er sie persönlich anspricht. Salbungsvolles Gerede konnte er nicht leiden, leeres Gewäsch und Floskeln waren ihm ein Gräuel. Er hat mit den Menschen geredet, hat von seinen Erfahrungen, Ängsten, Sorgen gesprochen, auch oft von Zweifeln. Er war immer gnadenlos ehrlich – das haben die Leute honoriert und sind gern in die Kirche gekommen.
Wenn irgendetwas an der Kirche zu machen war, war er dabei. Er ist auf dem Kirchendach mit rumgeklettert und hat den Schieferdeckern zugearbeitet. Er hat die Kirchenbänke mit gedrechselt. Er ist auf einem schmalen Brett, das er über die Brüstungen der oberen Emporen gelegt hatte, bis zum Kronleuchter balanciert und hat die Glühbirnen ausgetauscht.
Auch nach seiner Pensionierung hat er weitergearbeitet. Meine Eltern mussten aus dem Pfarrhaus raus und haben sich 1998 ein kleines Häuschen in Oberfranken gebaut. Die dortigen Kollegen waren froh, dass er sich immer bereit erklärte, Vertretungen zu übernehmen, für die Sache, die ihm am meisten Spaß machte: Gottesdienste halten. Fast jedes Wochenende war er unterwegs, hatte bis November 2021 oft zwei oder sogar drei Gottesdienste hintereinander. Manchmal haben wir gewitzelt, dass wir ihm einen Aufkleber fürs Auto machen wollten, ein Pfarrer im Laufschritt mit fliegendem Talar, da er oft genug die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritt, um pünktlich zum nächsten Einsatzort zu kommen.
Er hielt das alles durch, bis er 86,5 Jahre alt war. Mittlerweile war er gesundheitlich stark angeschlagen und fand die Kraft nicht mehr. Danach ging es steil bergab. Die Arbeit hatte ihm Halt gegeben und über die Trauer weggeholfen, als 2014 zuerst meine Mama, und 2016 meine ältere Schwester verstorben sind. Im Sommer 2022 wurde er sehr krank und starb schließlich im September.
Ich bin ihm sehr ähnlich. Vom Aussehen her, von der Art her. Ich bin blond, wie er, und ich habe bisher, obwohl ich Mitte 50 bin, kein einziges graues Haar, so wie er damals. Erst mit Mitte 70 fing er an, grau zu werden, das wird dann wohl bei mir ähnlich sein, wenn ich es erleben sollte. Meine Liebe zu Musik und zu Büchern habe ich von ihm geerbt, auch meine Fähigkeit, mit Worten umgehen zu können. Und jaaaa, vor Publikum frei sprechen kann ich auch, das kommt meinem Chor zugute, wenn ich die Konzerte moderiere.
Auch wenn er am Anfang nicht wusste, was er da sollte, hat er irgendwann festgestellt, dass ihn der liebe Gott an den richtigen Platz gestellt hatte. Ich glaube, das ist wirklich ein Segen, wenn man das von sich sagen kann.

Mein Vater war Jahrgang 1935, Kriegskind, der Mittlere von drei Söhnen. Meine Großeltern hatten ein Schuhgeschäft, da stand schon von Anfang an fest, dass das der älteste Sohn übernehmen sollte. Der Jüngste wurde verhätschelt. Mein Vater, das Sandwichkind, war unwichtig.
Erst in den letzten zwei, drei Jahren vor seinem Tod fing er an, über seine Kindheit und Jugend zu sprechen. Da erzählte er mir immer wieder von diesem furchtbaren Hunger, von seiner Mutter, die mit ihm an der Hand über die Dörfer zog und versuchte, Schuhcreme für Brot einzutauschen. „Du hast Hunger? Iss einen Apfel!“, hieß es nur. Die Äpfel waren fleckig und verschrumpelt, er hätte alles dafür gegeben, einen frischen, saftigen Apfel haben zu können, doch immer mussten erstmal „die alten weg“.
Mein Großvater war im Krieg gewesen und als er nach Hause zurückkehrte, stand für ihn fest, dass sein zweiter Sohn Pfarrer werden musste. Irgendein schreckliches Erlebnis hatte ihn darauf gebracht. Mein Vater wollte eigentlich eher in Richtung Sport oder Musik gehen. Er war sehr sportlich und hochmusikalisch, spielte mehrere Instrumente, die er sich autodidaktisch beigebracht hatte und sang, bis er 87 war, in einem Chor.
Doch er hatte kein Mitspracherecht und fand sich mit 14 Jahren im Predigerseminar in Eisenach wieder. Dort ging der Hunger weiter. Es gab Wassersuppe mit ein paar Steckrüben drin. Und die ganzen jungen Burschen, noch voll im Wachstum, bekamen nicht mal einen Nachschlag.
Weil er nicht wusste, was er da eigentlich sollte, hat er sich mehr oder weniger durchgemogelt, immer nur das Nötigste gemacht, mit Ach und Krach die Prüfungen bestanden. Und dann war es plötzlich soweit, zum Abschluss sollte er seine erste Predigt halten. Furchtbar aufgeregt hat er es mächtig versemmelt, aber irgendwie doch bestanden. Und noch immer fragte er sich, was er da eigentlich tat.
Als dann der Landesbischof auf die jungen Männer zukam und fragte, ob einer von ihnen in einen Grenzort im Thüringer Wald gehen würde, meldete er sich, da es nicht weit von seinem Heimatort lag. Es wurde seine erste und einzige Pfarrstelle. Während andere Pfarrer immer wieder mal wechselten, blieb er 40 Jahre, bis zu seiner Pensionierung 1998.
Ich wuchs in einem großen, alten Pfarrhaus auf. Im Erdgeschoss waren Gemeindesaal und Büroräume, im oberen Stock war unsere Wohnung. Irgendwann in den 60er Jahren brannte das Nachbarhaus ab, und die Besitzer, ein älteres Ehepaar, standen mit ihren wenigen Habseligkeiten auf der Straße. Da übernahm meine Mutter das Kommando. Die Büroräume wurden leergeräumt und wir rückten alle ein bisschen zusammen. Die beste Entscheidung! Oma Marta und Opa Cuno waren für uns Kinder hundertmal mehr Großeltern, als unsere leiblichen es je waren.
Trotzdem war es nicht einfach. Das Gehalt für Pfarrer in der DDR war ein Witz. Waren es 400 oder 450 Mark? Ich kann es gar nicht mehr sagen, aber es war verdammt wenig Geld für einen 24 / 7 Job.
Mein Vater war ein Seelsorger, wie man ihn vielleicht aus Filmen oder Büchern kennt. Er betreute drei, zeitweise vier Gemeinden und war eigentlich immer unterwegs. Er wusste immer, wer Geburtstag hatte, krank war oder im Sterben lag. Und dann besuchte er die Menschen, hörte ihnen zu, redete mit ihnen. Keine Floskeln, nie!
Irgendwann hat er mir mal erzählt, wie er die Menschen zum Reden bewegte. Er fragte nicht: „Wie geht es dir?“, sondern „wie kommst du zurecht?“ - und dann hörte er zu. Manchmal als Beichtvater, meistens aber nur als Mensch.
Er hat nie darüber gesprochen, was ihm die Leute anvertraut haben. Als Kind war ich manchmal furchtbar eifersüchtig, vor allem, wenn er an meinem Geburtstag irgendwelche anderen Leute besuchte, aber irgendwann begann ich das zu verstehen. Er hat eine Gemeinde aufgebaut, ganz allein, denn zu DDR-Zeiten gab es für einfache Dorfpfarrer keine Hilfen. Er hat wirklich alles selbst gemacht. Die Büroarbeit, die nicht ohne war. Christenlehre und Konfirmandenunterricht. Oft wälzte er alte Chroniken, weil Leute Ahnenforschung betreiben wollten.
Die Kirche wurde von uns, seiner Familie, sauber gehalten, und ich verdiente mir ein kleines Taschengeld, indem ich „Kirchendienst“ machte, das hieß, jeden Abend die große Turmuhr aufziehen. Dazu musste man bis hoch auf den Dachboden klettern, die Kurbel von der Wand nehmen und an den Vierkant der Uhr stecken. Dann wurde das Gewicht der Uhr nach oben gekurbelt. Vergaß man es einmal, gab es Ärger, weil es kompliziert war, die Uhr wieder zum Laufen und auf Stand zu bringen. Wenn es im Winter eiskalt war und ich keine Handschuhe trug, froren mir schon mal die Finger an der Kurbel fest. Die Glocken mussten auch geläutet werden, das ging aber damals schon auf Knopfdruck.
Was mein Vater am besten konnte, war predigen. 40 Jahre, jeden Sonn- und Feiertag, da kommen eine Menge an Predigten zusammen. Und ich möchte behaupten, dass er nicht eine einzige zweimal gehalten hat. Die Versuchung war groß, selbstverständlich.
Die Themen wurden immer vorgegeben, er hatte einen Aktenschrank voller Predigten. Meist kam er dann an, hielt triumphierend eine Predigt in der Hand. „Die habe ich vor sechs Jahren gehalten“, sagte er beispielsweise. „Die war gut damals, ich kann die nochmal nehmen, das merkt doch niemand!“ Dann verzog er sich in sein Arbeitszimmer. Wenn er wiederkam, schaute er immer etwas verschämt aus der Wäsche: „Ich hab einen Bleistift in die Hand genommen.“ Das wurde schnell der Running Gag in der Familie und bedeutete nichts anderes, als dass er die Predigt komplett überarbeitet hatte, kein einziger ursprünglicher Satz war stehengeblieben.
Und dann stand er sonntags vor der Gemeinde und war ein völlig anderer Mensch. Er hat seine Predigt nie vorgelesen, er hat sie immer frei gehalten, hat die Leute dabei angesehen, ihnen in die Augen geschaut und ihnen das Gefühl gegeben, dass er sie persönlich anspricht. Salbungsvolles Gerede konnte er nicht leiden, leeres Gewäsch und Floskeln waren ihm ein Gräuel. Er hat mit den Menschen geredet, hat von seinen Erfahrungen, Ängsten, Sorgen gesprochen, auch oft von Zweifeln. Er war immer gnadenlos ehrlich – das haben die Leute honoriert und sind gern in die Kirche gekommen.
Wenn irgendetwas an der Kirche zu machen war, war er dabei. Er ist auf dem Kirchendach mit rumgeklettert und hat den Schieferdeckern zugearbeitet. Er hat die Kirchenbänke mit gedrechselt. Er ist auf einem schmalen Brett, das er über die Brüstungen der oberen Emporen gelegt hatte, bis zum Kronleuchter balanciert und hat die Glühbirnen ausgetauscht.
Auch nach seiner Pensionierung hat er weitergearbeitet. Meine Eltern mussten aus dem Pfarrhaus raus und haben sich 1998 ein kleines Häuschen in Oberfranken gebaut. Die dortigen Kollegen waren froh, dass er sich immer bereit erklärte, Vertretungen zu übernehmen, für die Sache, die ihm am meisten Spaß machte: Gottesdienste halten. Fast jedes Wochenende war er unterwegs, hatte bis November 2021 oft zwei oder sogar drei Gottesdienste hintereinander. Manchmal haben wir gewitzelt, dass wir ihm einen Aufkleber fürs Auto machen wollten, ein Pfarrer im Laufschritt mit fliegendem Talar, da er oft genug die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritt, um pünktlich zum nächsten Einsatzort zu kommen.
Er hielt das alles durch, bis er 86,5 Jahre alt war. Mittlerweile war er gesundheitlich stark angeschlagen und fand die Kraft nicht mehr. Danach ging es steil bergab. Die Arbeit hatte ihm Halt gegeben und über die Trauer weggeholfen, als 2014 zuerst meine Mama, und 2016 meine ältere Schwester verstorben sind. Im Sommer 2022 wurde er sehr krank und starb schließlich im September.
Ich bin ihm sehr ähnlich. Vom Aussehen her, von der Art her. Ich bin blond, wie er, und ich habe bisher, obwohl ich Mitte 50 bin, kein einziges graues Haar, so wie er damals. Erst mit Mitte 70 fing er an, grau zu werden, das wird dann wohl bei mir ähnlich sein, wenn ich es erleben sollte. Meine Liebe zu Musik und zu Büchern habe ich von ihm geerbt, auch meine Fähigkeit, mit Worten umgehen zu können. Und jaaaa, vor Publikum frei sprechen kann ich auch, das kommt meinem Chor zugute, wenn ich die Konzerte moderiere.
Auch wenn er am Anfang nicht wusste, was er da sollte, hat er irgendwann festgestellt, dass ihn der liebe Gott an den richtigen Platz gestellt hatte. Ich glaube, das ist wirklich ein Segen, wenn man das von sich sagen kann.
