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+++ Admin A eskaliert+++Der Tod beendet ein Leben. Er schreibt es nicht um.+++

+++Admin A eskaliert+++

Jeden Tag sterben Menschen. Gute Menschen. Schlechte Menschen. Arschlöcher. Menschenfreunde. Hinterwäldlerische Politiker. Vorbilder. Junge Pilotinnen. Hungrige Kinder. Männer. Frauen. In kriegerischen Auseinandersetzungen. Einfach so. Aus ungeklärten Gründen. Durch Mord…

Und während es zumindest mir bei einigen Menschen leichter fällt, deren Ableben zuweilen wohlwollend zur Kenntnis zu nehmen, gibt es andere Menschen, da geht es mir sehr nahe. Ohne Namen nennen zu wollen - aber wenn der Kommandant eines Raumschiffs von Bord geht, dann mag mich persönlich das länger beschäftigen, als wenn ein Voralpen-Politversager tot irgendwo aufgefunden wird. Vermutlich ist das menschlich.

Da drängt sich mir eine Frage auf: Wird einer, der zu Lebzeiten ein Arschloch war, durch seinen Tod automatisch zum „Heiligen“? Für mich ist die Antwort klar: Nein. Und deshalb habe ich auch kein Problem damit, Arschlöcher auch nach ihrem Abgang weiterhin als solche zu bezeichnen.

Ein häufiges „Argument“ in solcher Diskussion ist oft das Thema „Pietät“. Kommt vom lateinischen „pietas“, das bedeutet Pflichtgefühl, Ehrfurcht, Frömmigkeit. Pietät bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch einen ehrfürchtigen Respekt, ein tiefes Feingefühl und eine taktvolle Rücksichtnahme. Ich sage: „Bullshit“!

Bei Menschen, die das alles verdient haben, mag das eingehen, doch dann hatte ich bereits zu deren Lebzeiten Respekt und fange nicht erst damit an, wenn die Grube ausgehoben ist. Dann könnte ich genauso gut anfangen, Hitler nach seinem Abgang von seiner Ideologie freizusprechen. Werde ich aber nicht. Wer zu Lebzeiten ein Arschloch war, der ist es auch im Tod.

Auffallend ist, wie schnell von „großen Verlusten“, „einer unschließbaren Lücke“ und „vermutlich haben die Grünen ihre Finger im Spiel“ gesprochen wird, sobald die verblichene Person bekannt oder politisch exponiert war. Diese Heuchelei in der Politik, den Medien, der Gesellschaft und vor allem im Social-Media-Bereich ist zuweilen so grenzwertig - fast wie meine Eskalationen. Allerdings haben meine Eskalationen wesentlich mehr Gehalt.

Der Abgang eines Menschen ist kein Verdienst. Er gehört unweigerlich zum Leben dazu und markiert den Schlusspunkt der sauerstoffkonsumierenden Phase. Wie der Abgang passiert, ist eine komplett andere Sache. Und wer erst nach dem Tod von „Würde“ spricht, der kann mich mal gernhaben. Wer Leuten zu Lebzeiten keine Würde entgegenbringen kann, der soll sich seine Pseudo-Moral sonst wohin schieben!

Ja, ich mag jetzt vielleicht gerade mal wieder der einen oder anderen lesenden Person als herzlos erscheinen, aber das ist tatsächlich nicht mein Problem. Mag der Tod eines Menschen für viele einen moralischen Ausnahmezustand bedeuten, so ist dies bei mir nicht der Fall. Ich mag auch um Menschen trauern, die mir wichtig waren, nur ist mir dennoch bewusst, dass es irgendwann, früher oder später, auf welche Weise auch immer, im Tod endet. Wer das einmal begriffen hat, der verliert dadurch vielleicht seine Angst davor.

Und dann gibt es ja noch die Kategorie „Ich will nicht als herzlos gelten“. Ok, kannst Du machen. Damit lügst Du Dich nur selbst an. Weiß gerade nicht, was mich mehr ankotzt, die Aussage oder die Tatsache, dass Du kein Rückgrat hast. Was ist herzlos daran, ein Lebzeiten-Arschloch auch nach seinem Tod als Arschloch zu bezeichnen? Ich sag es Dir: NICHTS!

Manche verwechseln auch Trauer mit moralischer Bewertung. Da kann ein Vollpfosten zu Lebzeiten das größte Drecksvieh gewesen sein, zack – sobald er tot ist, werden auf einmal seine positiven Merkmale hervorgehoben. Frei nach dem Motto: „Er hat mich ja nicht immer geschlagen, manchmal hat er auch geschlafen“. Kann man machen, muss/sollte man aber nicht!

Ich schließe mit folgendem Vorschlag:

Ein würdevoller Umgang mit Verstorbenen bedeutet nicht, ihre Fehler zu verschweigen. Er bedeutet, sachlich und angemessen über sie zu sprechen. Und wenn er zu Lebzeiten ein Vollpfosten war, dann ist er es – sachlich und angemessen betrachtet – auch nach seinem Ableben. Alles andere ist Heuchelei. Und Heuchler gehen mir auf den…

Admin A

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Transparenzhinweis:

Für das Bild wurde KI verwendet